Heilige Versiegelung, Ordinationen und Segensspendung zur Goldhochzeit – der Apostel hatte viel zu tun an diesem Sonntagmorgen!
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus 1. Korinther 7, Vers 23 zugrunde: „Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte.“
Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Chor das Lied „Ich bete an die Macht der Liebe“ vorgetragen.
Der Apostel nahm direkten Bezug auf den Liedvortrag mit den Worten, dass die Liebe Gottes Ursprung des Heils und des ewigen Lebens sei. Apostel Bansbach verband die Worte „Ihr seid teuer erkauft“ mit der Beschreibung des Apostel Paulus im Philipperbrief (Kapitel 2, 5 bis 11) über die Erniedrigung des Gottessohnes und den Preis, den er für das Heil der Menschen zahlte. Denn Jesus habe aus Liebe sein Leben für die Menschen, als seine Freunde gelassen. Er habe viel für sie gekämpft und war Gott gehorsam bis zum Schluss, als er den furchtbaren Kreuzestod gestorben ist.
In seiner Predigt sprach der Apostel darüber, dass aus biblischer Sicht ein Knecht ein Diener sei. Wer ein Gotteskind sein möchte, möge auch ein Gottesknecht sein - das sei der Weg zum ewigen Leben. Der Apostel empfahl, sich nicht von gottfremden Geistern beeinflussen zu lassen, denn diese entfernen die Menschen von Gott. Der Preis, den Jesu für jeden Menschen bezahlt hat, wäre umsonst gewesen, wenn der Mensch ewig in der Gottferne bliebe. Anhand biblischer Beispiele verdeutlichte der Apostel, auf welche Weise man „der Menschen Knecht“ würde. So verkaufte Esau sein Erstgeburtsrecht für die Befriedung eines momentanen Bedürfnisses und wurde zum Knecht seines Bruders (1. Mose 27, 40). Der Richter Simson verlor seine von Gott verliehene Kraft und wurde zum Knecht seiner Feinde, weil es im wichtiger schien, anstatt Gott seiner Frau zu gefallen (Richter 16, 16-21). Mit Christus könne man den Machtdemonstrationen des Geistes der Welt widerstehen, wie einst David dem Goliath, und damit verhinderte, dass Israel unter die Knechtschaft der Philister geriet.
Zur weiteren Predigt wurde Bezirksältester Rolf Bonnet an den Altar gerufen. Er fügte hinzu, es sollte überlegt sein, für wen man „arbeitet“, damit man auch den richtigen Lohn erhält. Gott habe uns teuer erkauft, deshalb möge man ihm dienen.
In diesem Gottesdienst empfingen 2 Erwachsene und 9 Kleinkinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung und wurden damit Mitglieder der Neuapostolischen Kirche. Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Ordination von Diakon Manuel Rathgeber für die Gemeinde Pforzheim-Buckenberg und Priester Sven Bäzner für die Gemeinde Pforzheim-Würm.
Anschließend leitete der Chor eine weitere Segenshandlung ein mit dem Lied „Anbetung will ich, Herr, dir bringen“. Der Apostel spendete dem Ehepaar Liane und Hirte in Ruhe, Heinz Denninger (früherer Vorsteher der Gemeinde Pforzheim-Bayernstraße) den Segen zur Goldenen Hochzeit.
Eingeladen waren zu diesem Gottesdienst die Gemeinden Pforzheim-Buckenberg, Ispringen, Neulingen, Eisingen und Pforzheim-Würm.
Der Gottesdienst wurde umrahmt von einem Chor, der sich aus Sängerinnen und Sängern der Gemeinde Bayernstraße und der eingeladenen Kirchengemeinden zusammensetzte sowie dem Posaunenchor der Bayernstraße.