Zum Weihnachtsgottesdienst am 25. Dezember 2025 scharte sich in der Gemeinde Pforzheim-Bayernstraße eine große Festgemeinde um Apostel Martin Rheinberger: neben der lokalen Gemeinde waren die Gemeinden Niefern, Kieselbronn, Ötisheim und Neulingen eingeladen. In diesem Gottesdienst empfingen 5 Kinder das Sakrament der Versiegelung mit dem Heiligen Geist.
Weihnachtlich eingeläutet wurde der Festgottesdienst durch das Gemeindelied „O du fröhliche“, fulminant begleitet von Orgel und Posaunenchor.
Der Predigt lag das Bibelwort aus Philipper 2, 5-7 zugrunde: „Seid so unter euch gesinnt, wie es der Gemeinschaft in Christus Jesus entspricht: Er, der in göttlicher Gestalt war, hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein, sondern entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward den Menschen gleich und der Erscheinung nach als Mensch erkannt.“
Die Bibellesung zu Weihnachten, die Weihnachtsgeschichte aus dem Lukasevangelium (Lukas 2, 1-14) wurde von Kindern vorgenommen, die das damalige Geschehen in Bethlehem wachriefen.
Apostel Rheinberger nahm in seiner Predigt Bezug auf die Aspekte, an denen die Hirten damals erkannten, dass das Kind in der Krippe Jesus war: es war angekündigt, dass sie den Heiland in Windeln gewickelt in einer Krippe vorfinden würden. Diese Beschreibung symbolisiere zweierlei, so der Apostel: der wahre Gott ist in die Not geboren und zunächst ganz und gar hilflos. Dies solle auch den Gläubigen heutiger Zeit die Gewissheit geben, nicht von Gott verlassen zu sein, auch wenn man Situationen der Not und Hilflosigkeit erlebe. „Gott ist immer bei uns“, rief Apostel Rheinberger der Gemeinde zu.
Der Apostel stellte weiterhin die Frage, was denn Weihnachten heute noch für eine Bedeutung für die Menschen habe. Er habe dazu vor dem Gottesdienst mit den Kindern gesprochen und ihnen die Frage gestellt, warum man denn zu Weihnachten Geschenke bekomme. Ein fünfjähriges Mädchen antwortete: „Weil der Herr Jesus geboren ist“. Dieses kindliche Glaubensbekenntnis mache Hoffnung in Zeiten, in denen der christliche Glaube in Europa immer weiter abnehme und auch neuapostolische Gemeinden schrumpften, führte Apostel Rheinberger aus.
Einen größeren Liebesbeweis Gottes an die Menschen, als den, dass er seinen Sohn als Mensch auf die Erde gesandt hat, könne es nicht geben. Jesus Christus trug später als Retter der Welt die Sünde der Menschheit ans Kreuz und machte so die Versöhnung zwischen Gott und den Menschen möglich, erläuterte der Apostel weiter. Worin zeige sich nun im Umkehrschluss die Liebe der Gläubigen an Gott, den Schöpfer? Die Liebe im menschlichen Miteinander und das Umsetzen des göttlichen Willens sei ein Gradmesser der Liebe eines Christen zu Gott. Auch das Vertrauen auf die gute Führung Gottes in der Not sei ein Liebesbeweis, legte der Apostel dar, auch wenn man keine Antwort auf das „Warum“ für Leid und Schwierigkeiten bekomme.
Christen seien zur aktiven Nächstenliebe aufgefordert und dazu, in Zeiten schwindenden Glaubens zusammenzustehen und ihre Gemeinsamkeiten zu betonen, legte Apostel Rheinberger der Gemeinde abschließend ans Herz.
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde Bischof Jörg Vester gerufen. Er sprach davon, dass jeder ein Licht habe, eine Gabe, die zu einem Segen für andere werden könne. Er machte der Gemeinde Mut, sich nicht für unzulänglich zu halten, sondern im Vertrauen auf Gott Freude und Gutes zu bewirken. Die Weihnachtsfreude 2025 möge dieses Vertrauen in Gottes Größe wachsen lassen, wünschte der Bischof.
In diesem Gottesdienst wurden zwei langjährig tätige Diakone aus der Gemeinde Kieselbronn in den Ruhestand versetzt sowie der bisherige Leiter der Gemeinde Ötisheim aus beruflichen Gründen von seiner Aufgabe entlastet. Bezirksevangelist Michael Hagel wird übergangsweise die Leitung der Gemeinde übernehmen.
Der Weihnachtsgottesdienst endete mit dem gemeinsamen Lied „Herbei, oh Ihr Gläubigen“, begleitet von den feierlichen Klängen von Orgel und Trompete.