Wenige Tage nach dem Gottesdienst des Bezirksapostels durfte die Gemeinde Mühlacker gemeinsam mit den Gemeinden Kieselbronn, Niefern und Ötisheim einen weiteren Höhepunkt im Kirchenjahr erleben: Bischof Jörg Vester führte am 3. Juli 2016 den ‚Gottesdienst zum Gedenken der Entschlafenen‘ durch.
Gottesdienste zum Gedenken der Entschlafenen finden in der Neuapostolischen Kirche drei Mal im Jahr statt (Infos dazu unter http://www.nak-sued.de/meldungen/news/gedenken-an-verstorbene/).
Mit dabei war auch die „Schuhkartongemeinde“ von Ötisheim (siehe Gemeindeseite von Ötisheim). Knapp 30 Glaubensgeschwister aus Ildeshausen nahmen in den eigens für sie reservierten Reihen Platz; damit wuchs die Festgemeinde auf rund 300 Besucher.
Der Bischof legte dem Gedenkgottesdienst das Bibelwort aus 1. Johannes 5, Vers 5 zugrunde, in dem es heißt: „Wer ist es aber, der die Welt überwindet, wenn nicht der, der glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist?“ Unter Anderem führte er aus, dass viele Menschen an den historischen Jesus glauben, aber nicht an das Evangelium heute bzw. daran, dass dieser Jesus wahrhaft Gottes Sohn sei. Wahrhafter Glaube an Jesus sei daran zu erkennen, dass dieser Glaube Auswirkungen auf das heutige Verhalten jedes Einzelnen habe - beispielsweise in der Bereitschaft, dem Nächsten zu vergeben, versöhnungsbereit zu sein und das Böse zu meiden.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurden der Bezirksältester Bonnet und Bezirksevangelist Müller gerufen. Beide wiesen darauf hin, dass in heutiger Zeit die Tendenz vorherrsche, „Manches nicht so eng zu sehen“ und sog. Grauzonen zu definieren. Hier sei von den Gläubigen besondere Wachsamkeit gefordert, um ganz klar erkennen zu können, was mit dem Glauben an Jesus und seinem Evangelium übereinstimmt.
Vor dem Ende des Gottesdienstes wurde ein besonders Fürbittengebet für die Verstorbenen gesprochen (siehe auch http://nac.today/de/158033/365496). Der Gottesdienst wurde von einem großen Chor und dem Blechbläserensemble musikalisch umrahmt.