Wer sich am Samstag, 16. Juli 2011, in der Nähe der Schwarzwaldhalle in Birkenfeld befand, konnte es nicht überhören: rund 65 Blechbläser aus verschiedenen Neuapostolischen Kirchengemeinden Nordbadens hatten sich am Nachmittag eingefunden, um gemeinsam zu musizieren.
Welch ein Klang! Vom 8jährigen Trompeter bis zum 70jährigen Hornspieler waren alle mit Feuereifer dabei, teilweise eigens für diesen allerersten Blechbläsertag geschriebene Stücke einzuüben. Zwischendurch stellten sich die angereisten Ensembles mit einigen selbst ausgewählten Musikbeiträgen vor. Ob Bretten, Pfinztal, Mühlacker oder Eberbach: jede Gruppe hatte eine klangliche Überraschung parat. Marsch, Choral, Weihnachtslied oder mittelamerikanische Töne - hier konnte man die ganze Vielfalt der Blechbläser-Literatur erleben. Das war natürlich auch für "künftige" Spieler interessant. Und so fanden sich zu Abschlußvortrag am Abend wie von selbst viele Zuhörer ein, die von der Ouverture zu Händels Feuerwerksmusik genauso begeistert waren wie von der sog. " Togo-Fanfare " - einem eigens für diesen Anlaß komponierten musikalischer Gruß an den Leiter des zuständigen Apostelbereichs, Apostel Herbert Bansbach, der derzeit die Gläubigen in Togo besucht. Lang anhaltender Applaus belohnte die Spieler. Dirigent Michael Herzog schaffte es mit Begeisterung und Humor, die verschiedenen Blechbläser (und vier Blechbläserinnen) innerhalb kurzer Zeit zu einem gemeinsamen Klangkörper zusammenzufügen. Frank Goebel als "musikalisches Oberhaupt" stellte beim Posaunen-Duett mit Norbert Rentschler unter Beweis, daß er nicht nur beim Komponieren große Fähigkeiten hat. Und dank Jens Zimmermann war vor, während und nach dem Bläsertag eine perfekte Organisation und Kommunikation gewährleistet. Nach rund fünf gemeinsamen Stunden mußte man sich wieder trennen - glücklich, erschöpft und "abgespielt", was unter Blechbläsern bedeutet, daß die Lippen langsam nicht mehr mitmachen. Und doch waren alle fröhlich: aller Voraussicht nach wird es 2012 wieder einen Blechbläsertag geben. "Spätestens dann sehen wir uns wieder", lautete die Verabschiedung.