Auch im Jahr 2024 fand auf dem Pforzheimer Marktplatz wieder eine Gedenkveranstaltung für alle Menschen statt, die beim Bombenangriff auf die Stadt Pforzheim am 23. Februar 1945 getötet wurden. Damals kamen über 17.000 Menschen innerhalb von rund 20 Minuten ums Leben.
Oberbürgermeister der Stadt Pforzheim Peter Boch, einige Mitglieder des Rats der Religionen Pforzheim sowie drei jugendliche Poetryslammer erinnerten an das Geschehen von 1945, aber auch an die vielen Konfliktherde und Kriege heute und warben für Frieden und Verständigung.
Mit Einsatz des 20-minütigen Glockengeläuts beendete Matthias Stuhlinger, Vertreter der neuapostolischen Kirche Pforzheim im Rat der Religionen, die Gedenkveranstaltung mit einem Segenswunsch für die Stadt: „Möge diese Stadt von Liebe und Mitgefühl erfüllt sein, damit ihre Bewohner in Harmonie und Einheit zusammenkommen. Möge diese Stadt ein Ort des Friedens und der Toleranz sein, wo Unterschiede gefeiert und Vielfalt geschätzt wird. Mögen die Bewohner dieser Stadt stets die Kraft haben, Herausforderungen zu meistern und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Möge diese Stadt ein lebendiger und blühender Ort sein, der Inspiration und Kreativität hervorbringt.“
Das Gedenken an Verstorbene ist ein Bestandteil des Glaubens der neuapostolischen Christen, die an ein Leben nach dem Tod glauben. Die Gläubigen beten für die Erlösung der Verstorbenen.