Am Mittwoch, 15. Februar 2023 feierte Bezirksapostel Ehrich, Leiter der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, einen Gottesdienst in der Gemeinde Niefern, der per Livestream auch in die Gemeinde Mühlacker übertragen wurde.
Als Predigtgrundlage diente das Bibelwort aus Johannes 16, Vers 28: „Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen. Ich verlasse die Welt wieder und gehe zum Vater.“
Der Gemeindechor läutete den Gottesdienst mit dem Liedvortrag „Ich halte mich Herr zu Deinem Altar“ ein, den der Bezirksapostel zu Beginn seiner Predigt aufgriff. Der Altar sei nicht nur ein Körper aus Holz und Stein, sondern das Sinnbild der Gegenwart des Opfers Jesu Christi - und zwar 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche. Der Altar bilde den Mittelpunkt der Kirche und den Ort der Wortverkündigung.
„Ich bin vom Vater ausgegangen...“: Der Bezirksapostel stellte weiter fest, dass das vorgelesene Bibelwort einen kurzen und prägnanten Lebenslauf von Jesus Christus beschreibe. Bei Jesu Taufe habe Gott ihn öffentlich als seinen Sohn bezeugt und schon als Kind sei Jesus sich dieser Berufung bewusst geworden. Als Zwölfjährigen habe es ihn in den Tempel gezogen, wo er mit den Schriftgelehrten diskutiert und für viel Verwunderung gesorgt habe. Sein Ursprung und sein Ziel seien ihm stets vor Augen gestanden.
Für viele Menschen dagegen stellten das Woher und Wohin zentrale Fragen im Leben dar, die bislang unbeantwortet geblieben seien. Wo der Glaube an Gott den Schöpfer nicht im Herzen stehe, könnten diese Fragen nicht zufriedenstellend beantwortet werden. Für gläubige Christen seien Ziel und Zweck des Lebens gewiss: es sei ihre Berufung, Gutes am Nächsten zu tun und ihr Auftrag, das Evangelium zu verkünden. Zudem habe Gott ihnen die Verheißung einer ewigen Zukunft in seinem Reich gegeben.
„…und bin in die Welt gekommen...“: Jesus sei wahrer Gott, aber auch wahrer Mensch gewesen und habe als solcher manche Lebenssituation durchleben müssen. Enttäuschungen, Verrat, aber auch Freude. Vieles habe ihn berührt. Er sei mit dem Auftrag in die Welt gekommen, den Menschen Heil zu bringen und habe sich für ihre Sünden geopfert. Auch wenn er so manchen Kranken geheilt und Tote auferweckt habe, sei er doch nicht als Problemlöser gekommen, sondern als Erlöser.
Der Auftrag, das Evangelium zu verkündigen, gehe auch an alle gläubigen Christen, führte der Bezirksapostel aus. Dies könne in der Art und Weise geschehen, wie der Gläubige sein Leben gestalte und anderen von Gott und von seinem Glauben erzähle.
„…und gehe zum Vater“: Jesus habe seinen Auftrag in den Mittelpunkt seines Lebens gestellt und nichts und niemand habe ihn daran hindern können, diesen auszuführen. Danach sei er zu seinem Vater zurückgekehrt, nicht ohne bei Gott für seine Nachfolger einzutreten. Auch sie sollten in Gottes Herrlichkeit eingehen können. Diese Gewissheit der ewigen Gemeinschaft mit Gott sei für Christen eine Perspektive, die sie durch manche Anforderungen ihres irdischen Lebens tragen könne, so der Bezirksapostel.
Zur weiteren Wortverkündung wurde Bezirksevangelist Metz aus dem Bezirk Bruchsal-Bretten gerufen.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls beschloss der Bezirksapostel den Gottesdienst mit Gebet und Segen.