Das sicher seltene Fest der Eisernen Hochzeit feierten Maria und Herbert Müller am 10.04.2016 in der Neuapostolischen Kirche Pforzheim-Brötzingen . Bischof Jörg Vester vermittelte den Eheleuten den Segen Gottes zu ihrem 65jährigen Ehejubiläum.
Dem Gottesdienst lag ein Bibelwort aus Matthäus 6, 11 zugrunde: Unser tägliches Brot gib uns heute. Bischof Vester führte in der Predigt aus, dass dieses Gebet in der Wir-Form von Jesus gegeben wurde und somit über das persönliche Gebet hinaus insbesondere ein Gebet für die Gemeinschaft der Christen darstelle – es gemeinschaftlich zu sprechen stärkt auch die Zusammengehörigkeit. Die Gemeinschaft im Gottesdienst schenkt mehr Segen als nur das Christsein alleine zu leben.
Die Bitte um das tägliche Brot möge sich nicht nur aufs irdische Leben richten sondern auch darauf, dass Gott uns seit Wort gibt, Kraft zur Erfüllung seines Willens verleiht und ermöglicht, das Heilige Abendmahl würdig zu genießen.
Predigtbeiträge wurden von Priester Volker Kretz (Vorsteher der Gemeinde Würm) und von Bezirksevangelist Karsten Müller, dem Enkel des Jubelpaars, gegeben.
In der Ansprache an das Eiserne Hochzeitspaar würdigte Bischof Vester den Einsatz von Priester i.R. Herbert Müller und dankte seiner Gattin, dass sie in seiner aktiven Zeit auch „los lassen konnte“, damit er seine seelsorgerischen Aufgaben erfüllen konnte. Beim Begriff „Eiserne“ Hochzeit würde zum Ausdruck kommen, dass wie das Metall Eisen einer Pflege bedürfe, auch die Gemeinschaft in der Ehe Pflege benötigt. Die beiden Eheleute würden sich in vorbildlicher Weise gegenseitig unterstützen und pflegen - wenn das Befinden des einen Ehepartners nicht gut sei, könne der andere ausgleichen und umgekehrt. So sei das Paar ein Beispiel, dass Ehe gut gelingen könne und man ein Segen füreinander sein kann.
Der Gottesdienst wurde musikalisch umrahmt vom Bereichschor der eingeladenen Gemeinden (Birkenfeld, Büchenbronn, Engelsbrand, Grunbach und Brötzingen).