(29.03.2015) Apostel Volker Kühnle aus dem Apostelbereich Nürtingen besuchte am vergangenen Sonntag die über 500 versammelten Gottesdienstteilnehmer in der Neuapostolischen Kirche Pforzheim-Bayernstraße . Eingeladen waren die Gemeinden Pforzheim-Buckenberg, Eisingen, Pforzheim-Eutingen, Ispringen, Neulingen, Kieselbronn und Pforzheim-Würm. Ausgehend von der in Matthäus 21,10 am Palmsonntag gestellten Frage: "wer ist der?" zeichnete der Apostel in seiner lebendigen und freudigen Predigt ein anschauliches Bild von Jesus.
In Jesus Christus ist Gott Mensch geworden, in ihm lässt sich Gott als den, der
erkennen.
Bezugnehmend auf das eingangs vom Chor vorgetragene Lied "Kennst du den Freund" stellte der Apostel die Frage: „Wie lerne ich jemand kennen?“ Flüchtige Begegnung verleiten zum Vorurteil und dies sei häufig nicht die richtige Einschätzung. Gott befähige gläubige Christen, mit Augen des Glaubens tiefer zu sehen und mit den Ohren richtig zu hören und so den Gottessohn wirklich kennen zu lernen.
Die Geschichte Jesu sei - oberflächlich betrachtet - eigentlich eine Geschichte der Skandale:
Jesus sei recht modern gewesen – er habe Meinungsumfragen gemacht. Die Menschen hielten ihn für einen der Propheten wie Jeremia oder Elia und haben nicht erkannt, wer er in Wirklichkeit war. Apostel Petrus konnte damals sagen: Du bist Christus, des lebendigen Gottes Sohn.
Apostel Kühnle regte an, darüber nachzudenken wer Jesus Christus für jeden selbst sei.
Wer Jesus Christus erkenne, laufe nicht weg, wenn er mal etwas nicht verstehe. Palmsonntag heiße: mit zu gehen, auch mal Karfreitag zu akzeptieren - und dabei zu wissen, beim Herrn bleibt es nie beim Karfreitag.
Neugierde sei eine besondere Form der Anteilnahme, auf die man gut verzichten könne. Sie führe nicht weiter. Ein offenes Herz hingegen für den der Hilfe braucht, sei wünschenswert.
Menschen hätten oft Probleme mit Gott, weil sie ihn als "Überwacher" ansehen. Manche glaubten an ein überirdisches Wesen, dass ja irgendwie Grund allen Seins sei und das mache ihnen Angst.
Der Apostel stellte auch die Frage, wie man dem Nächsten begegne, der eine andere Hautfarbe habe, eine andere Sprachen spreche oder der einem anderen Kulturkreis angehöre, der mit dem Christentum nichts zu tun habe. Auch diese Menschen seien von Gott geschaffen - und damit im weiteren Sinn Gottes Kinder. Deswegen müsse man in Liebe auf sie zugehen und mit ihnen das Gottesbild teilen.
So wie Jesus jedem der Anwesenden heute begegne und den Menschen damals begegnete möge auch der Umgang miteinander sein. Wie ungnädig sei man mitunter in den Familien und in den Ehen? Wie zeige sich da, dass man den Herrn wirklich kenne? Wie sei das in den Gemeinden? Oft seien es winzige Probleme, die riesige Folgen hätten. Daraus ergebe sich der Impuls, einen Gang durch die eigene Seele zu machen, kritisch mit sich selbst und gnädig gegenüber dem Nächsten zu sein.
Weitere Impulse gaben in ihren Predigtbeiträgen der Bezirksälteste Rolf Bonnet und die Bezirksevangelisten Michael Burkhardt, Thomas Ringle und Karsten Müller.
Der Gottesdienst wurde durch den Gemischten Chor, das Orchester und den Posaunenchor musikalisch umrahmt.