(16.11.2014) Als Apostel Herbert Bansbach sich für den Gottesdienst in der Gemeinde Pforzheim-Brötzingen einteilte, wusste er noch nicht, dass ihn eine zusätzliche Aufgabe erwarten würde.
Ursprünglich hatte er geplant, einmal nur die Gemeinde Brötzingen im kleinen Kreis zu besuchen.
Wenige Tage vor dem Gottesdienst hatte er aber dann erfahren, dass der Vorsteher der Gemeinde, Hirte Winfried Waldhauer, vor 40 Jahren seiner Gerlinde das Jawort gegeben hatte. So konnte er den beiden in diesem Gottesdienst auch den Segen zur Rubinhochzeit spenden, um den das Jubelpaar gebeten hatte.
Die Segnung fand an einem ganz besonderen Ort statt. Der Apostel bat die Ehejubilare zu sich auf den Altar, um ihnen dort den Segen zu erteilen. Damit konnte er deutlich machen, dass der Vorsteher der Gemeinde Brötzigen ohne Unterstützung seiner Gattin der Gemeinde nicht in diesem Maße hätte im Segen dienen können. Seit mehr als 25 Jahren leitet der Hirte die Gemeinde Pforzheim-Brötzingen.
Nach dem Gottedienst konnte die ganze Gemeinde die Rubinhochzeit noch mit einem Sektfrühstück feiern.
Impulse aus dem Gottesdienst
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort zugrunde „Herr, du erforschest mich und kennest mich. Nähme ich Flügel der Morgenröte und bliebe am äußersten Meer, so würde auch dort deine Hand mich führen und deine Rechte mich halten.“ (Psalm 139, 1+9+10).
In seinen einleitenden Worten gab der Apostel den Rat, auch in schwierigen Lebensumständen nicht an der Liebe Gottes zu zweifeln und sich nicht selbst von den eigenen Gedanken aus der Liebe zu Gott drängen zu lassen.
Die Prädikate Gottes als Allwissender und Allgegenwärtiger durchzogen den Gottesdienst als roter Faden. Wer wisse noch, was sich genau vor 75 Tagen im eigenen Leben zugetragen hat. Das wisse nur Gott in allen Einzelheiten. Der Allgegenwärtige begleite die Menschen in ihrem Leben selbst dann, wenn man ihn nicht unmittelbar wahrnimmt oder wie der biblische Prophet Jona vor ihm flieht. Manchmal sind es scheinbar ganz normale langweilige Tage, die durchlebt werden – dabei hat Gott womöglich verhindert, dass eine Katastrophe geschehen ist.
In seiner Predigt brachte der Apostel auch zum Ausdruck, dass ihn das Wort sehr beschäftige „ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen“. Angesichts derzeitiger weltweiter Christenverfolgungen in einem nie gekannten Ausmaß fehlen Erklärungen dafür, wie das mit Gottes Liebe zu seinen Kindern in Verbindung gebracht werden kann. Hierbei falle man auf den Glauben zurück, so der Apostel.