Bischof Schnaufer hält seinen letzten Gottesdienst im Bezirk Pforzheim - Es sei ihm bei der Planung, am 07.08.2013 in Ispringen einen Gottesdienst zu halten, nicht bekannt gewesen, dass dies sein letzter Gottesdienst im Bezirk Pforzheim sein werde, sagte Bischof Martin Schnaufer zu Beginn seines Dienens am vergangenen Mittwoch.
Ein wenig Wehmut und Abschiedsstimmung schwang auch in den Predigtbeiträgen von Evangelist Müller und Priester Leicht mit. Erst seit Ende November 2012 für den Apostelbezirk Karlsruhe als Bischof gerufen , wird Bischof Schnaufer am 1. September 2013 für den Apostelbezirk Freiburg-Tübingen zum Apostel ordiniert. Damit müssen sich die Gemeindemitglieder des wiedervereinigten Kirchenbezirks Pforzheim von ihm verabschieden.
Bibelwort aus Daniel 1, 8-9
Bischof Schnaufer legte dem Gottesdienst das Bibelwort aus Daniel 1, 8-9 zugrunde und setzte den Schwerpunkt auf die Tatsache, dass Daniel konsequent seinen Weg gegangen war – unabhängig von den zu erwartenden Schwierigkeiten. In heutiger Zeit würde man häufig nach Kompromissen suchen. Daniel tat dies nicht, er war treu und tat den Willen Gottes. Dadurch wurden ihm nicht alle Schwierigkeiten erspart. Es ist bekannt, dass Daniel nicht vor, sondern in der Löwengrube bewahrt wurde. Im Bibelwort kommt zum Ausdruck „… und Gott gab … dass ihm der oberste Kämmerer günstig… gesinnt wurde.“ Selbstverständlich ist es möglich, dass Gott uns Menschen wohlgesinnt machen kann. Wie Daniel mögen wir alle im freudigen Vertrauen auf Gott die Treue zum Herrn bewahren.
... das Evangelium Christi funktioniert heute noch
Es sollte uns bewusst sein, dass – wenn Gott uns eine Aufgabe stellt – er dies nicht tut, weil er nicht schon das Ergebnis wüsste. Es gehe vielmehr darum, dass ein Lernprozess unsererseits entsteht und wir uns bzw. unsere eigenen Verhaltensweisen erkennen, so Bischof Schnaufer weiter. Er zitierte den heutigen Stammapostel Schneider, der im Jahr 2012 die Aussage prägte: „Es ist unsere Aufgabe, zu beweisen, dass das Evangelium Christi heute noch funktioniert!“
Bischof Schnaufer appellierte an die rund mehr als 100 versammelten Gläubigen, treu zu bleiben und ihren Glauben zu bekennen. Die zur weiteren Wortverkündigung gerufenen Amtsträger machten in ihren Ausführungen deutlich, dass es fast täglich Möglichkeiten gibt, die für ein klares Bekenntnis zum Glauben genutzt werden können und sich daraus oft wertschätzende Gespräche entwickeln.
Mit der Feier des Heiligen Abendmahls und der Spendung des Schlusssegens endete der Gottesdienst. Im Anschluss nahmen viele Gläubige die Gelegenheit wahr, sich von Bischof Schnaufer zu verabschieden und nochmals einige persönliche Worte mit ihm zu wechseln.