(10.04.2013) Zum Gottesdienst am Mittwoch waren aus der Bayernstraße und weiteren Gemeinden des Bezirks Pforzheim über 600 Teilnehmer gekommen.
Dem Gottesdienst legte der Bezirksapostel das Bibelwort aus Sprüche 11, 1 zugrunde: "Falsche Waage ist dem Herrn ein Gräuel, aber ein volles Gewicht ist sein Wohlgefallen".
Gott ist für Menschen nicht zu ermessen
Mit dem Gedanken an das Osterfest, dessen wahre Bedeutung für uns nicht zu ermessen ist, leitete der Bezirksapostel den Gottesdienst ein. Ebenso sei Gott für Menschen letztendlich nicht ergründbar. Ein alter Kirchenlehrer verdeutlichte das am Beispiel eines Kindes, das am Meer ein Sandloch grub und Meerwasser hineinschöpfte. Auf die Frage, was es da mache, erklärte das Kind, es fülle das Loch mit dem Meer. In diesem Verhältnis wäre auch Gott nur für den Menschen fassbar.
Welches Gewicht hat das Göttliche für uns?
Der Bezirksapostel lenkte auf die Antike. Die damals verwendeten Gewichte waren nicht geeicht und dem Betrug Tür und Tor geöffnet. In mehreren Stellen in der Heiligen Schrift wird daher zur Ehrlichkeit gemahnt. Übertragen auf das Geistige bedeute dies, dass die göttlichen Gaben und Werte im Herzen unverändertes Gewicht haben sollten. Es stelle sich uns die Frage, welches Gewicht das Göttliche im Vergleich zum Irdischen in unserem Leben hat. Jesus warnte davor, dem Irdischen ein zu großes Gewicht beizumessen. Er forderte auf, die Sorge um das Irdische zu begrenzen (vgl. z.B. Matthäus 6, 25-34).
Spezielle Werte im neuapostolischen Glauben
Sorge für das Ewige und Nächstenliebe sind allgemein im Christentum thematisiert. Spezielle Werte im neuapostolischen Glauben sollen ein hohes Gewicht im Herzen haben:
Handlungen
Ein besonderes Gepräge erhielt der Gottesdienst durch die Spendung der Gabe Heiligen Geistes an 4 Erwachsene und 4 Kleinkinder. Priester Uwe Baumann wurde krankheitsbedingt vorzeitig in den Ruhestand verabschiedet.
Die musikalische Umrahmung des Gottesdienstes boten Gemischter Chor, Posaunenchor und Orchester.