Draußen hat es Minusgrade, der Boden ist gefroren und teilweise gefährlich glatt.
In der Kirche sind es knapp 20° C; einige Sonnenstrahlen fallen durch die bunten Scheiben, erzeugt Muster aus Farbe und Licht. Es duftet nach leckerem Essen. Die Gespräche von rund 100 Erwachsenen mischen sich mit dem Gekicher einiger Kinder, die mit einem Brettspiel beschäftigt sind. Gerade kommen zwei Hunde mit ihren Besitzer zur Tür herein. Ehrenamtliche Helfer geben Essen aus – immer mit einem Lächeln und einem freundlichen Wort. Es herrscht eine wohltuende Atmosphäre. Vier Wochen im Jahr gibt es diesen gastlichen Ort. Die Stadtkirche in Pforzheim bietet den Raum für die 14. Vesperkirche, die dieses Jahr vom 13. Januar bis 10. Februar geöffnet hat. Die Vesperkirche will Not lindern, Gemeinschaft fördern und ein Zeichen setzen für die Würde eines jeden Menschen. Von den insgesamt mehr als 300 Helfern, die 2013 für die Vesperkirche tätig sind, werden im Schnitt täglich rund 500 Essen ausgegeben, darunter 50 Essen an Kinder. Und der Mensch lebt nicht vom Brot allein: getreu dieses Bibelwortes findet täglich eine kleine Andacht statt, es stehen SozialarbeiterInnen und Stadtmission zur Verfügung, auch sind Ärzte und ein Tierarzt stundenweise vor Ort. Um die Vesperkirche diesen einen Monat zu finanzieren und in der „Suppenküche“ am Schlossberg während der anderen 11 Monate drei Mal pro Woche eine Mahlzeit anbieten zu können, werden mehr als 100.000 Euro im Jahr benötigt – und viele freiwillige Helfern. Wer dabei helfen möchte – ob finanziell oder personell - ist herzlich dazu eingeladen: auf www.pforzheimervesperkirche.de sind alle Informationen zu finden. Wir freuen uns, dass die Neuapostolische Kirche des Bezirks Pforzheim auch in diesem Jahr die Vesperkirche mit mehr als 20 Helfern und einer Spende unterstützen konnte und wünschen den Verantwortlichen weiterhin gutes Gelingen.