Seit der Eröffnung Ende 2009 werden in den hellen, wohnlichen Räumen des Christlichen Hospiz Pforzheim Menschen auf ihrem letzten Weg begleitet.
Die 14 gut geschulten Mitarbeiter rund um Pflegedienstleiterin Petra Dambach werden dabei von 22 ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. „Das Wohl des Gastes steht dabei für uns im Vordergrund“, betont Geschäftsführer Heinz-Jürgen Klutz. Grundsätzlich sind die insgesamt acht zur Verfügung stehenden Gästezimmer, wie die Hospizplätze genannt werden, für die betreffende Person kostenlos. Grundlage dafür ist die ärztliche Verordnung und damit die Kostenübernahme durch Krankenkassen und Pflegeversicherung. Trotzdem müssen zur Deckung aller Kosten jährlich ca. 250.000 € - über Spenden aufgebracht werden. Dieser Betrag wird für den sog. „Abmangel“ aus dem Pflegesatz und diejenigen Leistungen benötigt, die über „Standard“ erbracht werden; für die Gäste des Hospiz jedoch häufig große Bedeutung haben, z.B. regelmäßig Musiktherapie, Blumen für die Dekoration, Wickel und Auflagen, Aromatherapie u.ä. Zufriedene Angehörige von betreuten Gästen zählen häufig zu den Spendern, ebenso gäbe es einen wichtigen Pool von Dauerspendern, die Monat für Monat das Hospiz unterstützen, so Klutz. Am vergangenen Dienstag, den 20.11.2012, konnte er eine Spende der Neuapostolische Kirche Süddeutschland über 2.500 € entgegennehmen. „Unser Haus steht allen offen – unabhängig von ihrem Glauben. Uns ist es wichtig, ein - wie der Name schon sagt - christlich geführtes Haus zu sein und unser Handeln an den christlichen Grundwerten auszurichten“, so der Geschäftsführer weiter. Bei der Übergabe in den Räumen an der Heinrich-Wieland-Allee zeigte sich der stellvertretende Leiter des Kirchenbereichs, Bischof Jürgen Kieselmann, vom gelebten Ansatz im Hospiz beeindruckt. „Für uns ist diese Spende ein Ausdruck tätiger Nächstenliebe im Sinne der christlichen Lehre.“ Der Betrag wird dazu verwendet, den neuen Wintergarten mit einer Staffelei zu ergänzen und das Projekt „Maltherapie“ im kommenden Jahr zu realisieren.