Am 11. und 12.03.2011 besuchten 14 Religionsschüler/innen und 5 Erwachsene des Bezirks die Luthergedenkstätten in Eisleben / Sachsen-Anhalt , die zum Weltkulturerbe gehören.
In Eisleben wurde Martin Luther 1483 geboren und dort starb er auch 1546. Wir konnten damit das Thema „Martin Luther“ vertiefen, das im laufenden Unterrichtsjahr behandelt worden war. Außerdem lernten sich die Kinder der unterschiedlichen Religionsgruppen näher lernen. Unsere Reise begann am Freitagmorgen mit der Busfahrt von Pforzheim nach Eisleben. In Eisleben erwartete uns Frau Bach, unsere museumspädagogische Betreuerin. Zuerst zeigte uns Frau Bach die Stadt. Ausgangspunkt war das Luther-Museum, dort stand früher das Geburtshaus von Martin Luther. Wir gingen vorbei an der „Ohrenweide“ – hier sind Texte von Luther zu hören –, überquerten die „Böse Sieben“ – den Fluss durch Eisleben, der manchmal über die Ufer tritt – und kamen zum Marktplatz mit dem Luther-Denkmal. Der Weg durch die Stadt wird durch die in das Pflaster eingelassenen Luther-Rosen markiert. Außerhalb des Stadtzentrums liegt der alte Friedhof. Er war auf den Rat von Martin Luther angelegt worden, um hier die Menschen zu beerdigen, die an der Pest gestorben waren. Im Museum durfte sich jeder mit einer alten mechanischen Druckerpresse eine Ansicht des Rathauses drucken. Der „kulturelle“ Teil des ersten Tages endete mit zwei in Kostümen gespielten Szenen aus dem Leben von Martin Luther. Die Unterkunft am Stadtrand, die Bildungsstätte des Kreissportbundes, war ausschließlich für uns reserviert. Abends kochte das Organisationsteam das beste aller Ein-Gänge-Menüs: Spaghetti mit Tomatensoße. Nach Spülen, Spielen und dem gemeinsamen Abendgebet hörten wir noch eine Gute-Nacht-Geschichte. Die Nacht war zwar etwas unruhig, dafür war sie nicht allzu lang … Nach einem schönen Frühstücksbüffet am Samstagmorgen räumten wir unsere Zimmer und machten uns wieder auf den Weg in die Stadt. Im Museum zog ein Teil der Kinder Kostüme an und wir erfuhren, was die Redewendung „unter der Haube“ bedeutet. Frau Bach erklärte das Stadtmodell, die Bedeutung des Kupferbergbaus für die Familie Luther und dass Martin Luther ursprünglich Martin Luder hieß. Wir durften die ausgestellten Gemälde mit einem elektronischen Puzzle nachbilden, uns einem Quiz zum Thema Taufe stellen, mit historischen Figuren kegeln und eine Luther-Rose modellieren. Zum Abschluss hielten wir Luther-Brotzeit, die wir selbst zubereiteten. Mit Applaus verabschiedeten wir uns von Frau Bach und gingen noch einmal quer durch die Stadt zum Kloster und zur Kirche St. Annen. Das Kloster ist eines der wenigen Originalgebäude aus der Zeit von Martin Luther. Auf der Rückfahrt verpflegte uns, wie auf der Hinfahrt, das Organisationsteam, das vorher noch eine Bäckerei leer gekauft hatte. Zum Abschluß bedankte sich die Gruppe bei dem freundlichen Busfahrer, der die Gruppe flexibel und gut gelaunt durch halb Deutschland chauffierte.