Zu einem kleinen, aber feinen Abendkonzert hatte erstmalig die Neuapostolische Kirche Kieselbronn am Sonntag, 20.2.2011, eingeladen.
Und die 170 Zuhörer konnten sich in der komplett gefüllten Kirche davon überzeugen, daß eine Kirchengemeinde mit rund 120 Mitgliedern durchaus in der Lage ist, ein musikalisch sehr bemerkenswertes Konzert zu geben. Knapp 30 Mitwirkende, allesamt ausschließlich Mitglieder der neuapostolischen Kirchengemeinde Kieselbronn, zeigten gute Leistungen in den verschiedensten musikalischen Stilrichtungen - und immer sprang der Funke zum Publikum über. Ob Waldemar Juhl, der an der Orgel mit verschiedenen Präludien von J.S. Bach als Solist genauso überzeugte wie als Begleitung am Klavier. Oder Larissa Stickel, die sich insbesondere mit der "Pastorale" von Johannes Donjon als sehr gute junge Querflötistin präsentierte. Norbert Rentschler an der Posaune bot zwei interessante Bearbeitungungen von W.A. Mozart und J.S. Bach dar. Regelrecht "in die Herzen der Zuhörer" sang sich der sogenannte Junge Chor der Gemeinde, der mit Begeisterung christliche Lieder zeitgenössischer Komponisten interpretierte und gekonnt zwischen verschiedenen Stilrichungen bis hin zum Swing wechselte. Feierliche Stille begleitete die Vorträge des Frauenquartetts - eindruckvolle Stimmen, die den Inhalt der Texte authentisch darboten und mit großem Applaus belohnt wurden. Benjamin Stickel zeigte zum Abschluß des Konzerts mit dem Stück "Irischer Segenswunsch", wie gut Klarinette und Klavier zusammenpassen können. Michael Burkhardt, verantwortlich für die Gemeinde Kieselbronn innerhalb des Kirchenbezirks Pforzheim, zeigte sich in der Abschlußansprache angetan von der großen Bandbreite der dargebotenen Musik. "Wir freuen uns, ein Teil der politischen Gemeinde Kieselbronns zu sein und freuen uns natürlich auch sehr über die Anwesenheit von Bürgermeister Faber. Es ist uns wichtig, diese gute Miteinander zu stärken und auszubauen", so Burkhardt weiter. Der Vorsteher der Gemeinde, Jürgen Kleinbek, unterstrich dies in seinen Worten an die Zuhörer. Viele Konzertbesucher setzten diese Worte im Foyer gleich in die Tat um - mit Gesprächen bei einem Gläschen Sekt zwischen Nachbarn, Freunden und Bekannten. Es bleibt zu hoffen, daß es zwar das Erste, aber nicht das letzte Konzert dieser Kirchengemeinde ist.