Was bedeutet es, ein Kind Gottes zu sein? Eine eindrucksvolle Geschichte über einen Adler macht Mut, die eigene Bestimmung zu erkennen und frei, vertrauensvoll und voller Hoffnung durchs Leben zu gehen. Über 400 Geschwister erlebten einen eindrucksvollen Gottesdienst auf Grundlage von Worten aus Römer 8,15.
Apostel Habich griff zu Beginn eine Liedzeile der Sänger auf: „… dass ich bleiben möge im Hause des Herrn.“ Entscheidend sei, das Erleben aus dem Gottesdienst mit in den Alltag zu nehmen: den tiefen Frieden, die Liebe und Nähe Gottes sowie neue Freude und Hoffnung.
Besonders an die Kinder richtete er die Geschichte eines Adlers: Ein Bauer fand im Wald ein Ei und ließ es von einer Henne ausbrüten. Der geschlüpfte Adler wuchs unter Hühnern auf und glaubte deshalb, selbst eines zu sein. Eines Tages nahm ihn ein Mann mit auf einen hohen Felsen. Dort sah der Adler einen anderen Adler fliegen und erkannte, wozu er bestimmt war. Er breitete seine Flügel aus und flog in die Freiheit.
Sind auch wir uns immer bewusst, wer wir sind?
Apostel Habich stellte einen Sklaven einem Kind gegenüber. Ein Sklave lebte in Angst, war abhängig und hatte keine sichere Zukunft. Ein Kind dagegen durfte sich frei bewegen, Fehler machen und als Erbe hoffnungsvoll nach vorn blicken. Wurde damals ein Sklave freigekauft und adoptiert, war er fortan kein Sklave mehr, sondern ein Kind: frei und mit einer Zukunft.
Darin liegt eine Parallele zu unserem Glauben: Gott hat uns durch das Opfer seines Sohnes von der Sünde befreit und uns durch die Heilige Wassertaufe und die Heilige Versiegelung als seine Kinder angenommen.
Als Kinder Gottes müssen wir nicht unter ständigem Leistungsdruck stehen. Wir dürfen wissen, dass Gott uns unabhängig von unserer Leistung liebt. Jesus Christus ist dabei unser Vorbild. Wenn wir uns an ihm orientieren, können wir auch mit äußerem Druck besser umgehen.
Auch vor Fehlern brauchen wir uns nicht zu fürchten. Wir dürfen offen zu ihnen stehen, Gott um Vergebung bitten und ehrlich miteinander umgehen. Ebenso sollen wir uns wie Kinder weiterentwickeln und aus jedem Gottesdienst etwas für unseren Alltag mitnehmen.
Schließlich dürfen wir voller Hoffnung in die Zukunft blicken. Durch den Heiligen Geist erkennen wir, dass unsere Perspektive über das Irdische hinausreicht. Wir sind Erben Gottes und dazu bestimmt, einmal für immer bei ihm zu sein.
Wir haben nicht den Geist der Knechtschaft empfangen, sondern den Geist der Kindschaft. Deshalb dürfen wir frei, vertrauensvoll und zuversichtlich unseren Weg mit Gott gehen.
Nach der Wortverkündigung feierte die Gemeinde das Heilige Abendmahl. Zudem durften im Gottesdienst 8 Seelen das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen und es wurde eine Diakonin sowie ein Priester für die Gemeinde Brötzingen durch Apostel Habich ordiniert.