Am 19.04.2025 fanden die diesjährigen Konfirmationsgottesdienste im Kirchenbezirk Pforzheim statt. In Mühlacker führte Bezirksevangelist Michael Hagel den Gottesdienst durch, in Pforzheim- Bayernstraße Evangelist Andreas Roller. In Pforzheim-Brötzingen durfte sich die Festgemeinde über den Besuch von Bezirksältesten Karsten Müller freuen. Insgesamt 15 junge Gläubige legten ihr Glaubensgelübde ab.
Musikalisch umrahmt wurden die Konfirmationsgottesdienste von Gemeinde- und Jugendchören, Posaunenchor, Orchester und Solisten.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 10, 32 zugrunde: Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater.“
Es war eine zentrale Aussage in allen Gottesdiensten, dass Jesus gerne der Ratgeber im Leben der jungen Gläubigen sein wolle. Wer sich wie die ausgesandten Jünger dazu entscheide, ihm nachzufolgen, solle das mit ganzen Herzen und Freude. Dabei erwarte Gott keinen Perfektionismus, sondern einen ernstgemeinten Vorsatz zum Handeln nach Jesu Vorbild.
Bekennen erfordere Mut, das könne nur in Liebe zu Gott und den Mitmenschen gelingen. Dabei passierten ganz klar Fehler, da scheitere man auch an der einen oder anderen Stelle. Dies zeigten auch biblische Persönlichkeiten wie Petrus, der Jesus Christus dreimal verleugnete und dennoch nicht von ihm verworfen wurde.
Jesus Christus solle der maßgebliche Influencer für die jungen Christen sein in Bezug auf das neutestamentarische Gesetz „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst“. Den jungen Menschen wurde die goldene Regel Jesu als klarer Kompass an die Hand gegeben: „Alles, was ihr wollt, dass euch die Menschen tun, das tut auch ihnen.“ Die zentrale Frage in ihrem Leben solle sein: „Was für ein Mensch will ich sein? Wie gehe ich damit um, wenn Lüge im Raum steht? Wie gehe ich damit um, wenn ich ungerechtes Verhalten beobachte?“ Es solle ein Bedürfnis aus Liebe sein, Jesus nachzufolgen.
Bekennen wurde im Weiteren mit deinem Bild aus dem Fußball belegt, wo man sich ein Trikot anziehe, um zu zeigen, für welchen Verein man spiele. Das öffentliche Bekennen bei der Konfirmation bedeute: „Ich ziehe heute das Trikot an, auf dem steht, ich bin im Team Jesus“. Dabei gehe es nicht um ein äußerliches Zeichen, sondern um ein verändertes Verhalten, eine auf Jesus geprägte Haltung.
Im Katechismus der Neuapostolischen Kirche sei zu lesen:
Konfirmation (lat.: confirmatio = Bestärkung, Bestätigung) ist eine Segenshandlung, bei der junge neuapostolische Christen Verpflichtungen übernehmen, die ihre Eltern bei der Taufe und Versiegelung stellvertretend für sie eingegangen sind. Von nun an trägt der mündige Christ vor Gott die uneingeschränkte Verantwortung für sein Tun und Lassen. Er verpflichtet sich zur Treue gegenüber Gott und bekennt sich öffentlich zum neuapostolischen Glauben.
Dies sei ein Commitment, wo man sagt: „Ich stelle mich gegen das Böse, ich stelle mich gegen das Falsche. Ich entscheide mich für das Richtige“, so die Predigt weiter.
Ab jetzt seien täglich Entscheidungen zu treffen, die den Glauben formen. Dabei seien die Konfirmandinnen und Konfirmanden aber nicht allein: Die Eltern, aber auch die ganze Gemeinde stehe hinter ihnen und begleiteten sie mit Rat und Gebet. Die nun vollmündigen Christen dürften gerne auf deren Glaubens- und Lebenserfahrung zurückgreifen.
In der Ansprache zur Konfirmationshandlung wurden die jungen Menschen zu einer intensiven Beziehung mit ihrem Herrn Jesus Christus eingeladen und ihnen die Gewissheit zugesprochen, dass Gott sie in ihrem Bekenntnis zu Christus führen, stärken und ihnen weise Gedanken schenken werde. Gott gebe zu ihrem Treueversprechen seine Begleitung auf der Glaubensreise, die nun beginne.Gott schenke den jungen Gläubigen auch seinen Segen – manchmal spürbar, manchmal leise, aber immer wirksam.