Am Himmelfahrtstag, 09.05.2024 erhielt die Gemeinde den zweiten Überraschungsbesuchs eines Apostels innerhalb weniger Wochen. Kurz vor Start des Süddeutschen Kirchentages in Karlsruhe vom 09.-12.05.2024 besuchte Apostel Martin Schnaufer seine Heimatgemeinde, in der er bis heute im Kirchenbuch steht.
Seit vielen Jahren leitet Apostel Schnaufer den Apostelbereich Freiburg/Tübingen. Zuvor war er im Apostelbereich Karlsruhe eine kurze Zeit als Bischof tätig und viele Jahre lang der Bezirksvorsteher von Pforzheim.
Wie kam es nun dazu, dass er kurz vor der Entwidmung der Kirche im Grimmigweg nochmals einen Gottesdienst dort halten konnte? Aufgrund des Kirchentages hatten sich die Apostel und Bischöfe der Gebietskirche Süddeutschland am Himmelfahrtstag nicht zum Gottesdienst eingeteilt, da am Abend ein Gottesdienst für alle Helfer des Süddeutschen Kirchentags durch den Leiter der Gebietskirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, geplant war. So war morgens Zeit für spontane Überraschungsbesuche, die der Apostel nutzte, um an eine seiner alten Wirkungsstätten zurückzukehren.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Lukas 24, 50.51 zugrunde: „Er führte sie aber hinaus bis nach Betanien und hob die Hände auf und segnete sie. Und es geschah, als er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf gen Himmel.“
Apostel Schnaufer legte der Gemeinde ans Herz, Himmelfahrt in dem Bewusstsein zu feiern, dass das Geschehen damals auch eine Zukunftsperspektive für heutige Christen eröffnet. Gott sehe nicht nur das Gestern und das Heute, sondern auch die Zukunft jedes Gläubigen. Für ihn sei jeder Moment Gegenwart, so der Apostel.
Jesus bat seinen Vater im Hohepriesterlichen Gebet darum, dass alle Gläubigen bei ihm sein mögen, in dem Reich, dass Gott bereithalte, und seine Herrlichkeit sehen mögen. Diese Perspektive verliere Jesus nie aus den Augen, führte Apostel Schnaufer weiter aus.
Glaube und Vertrauen sei dort notwendig, wo Menschen Dinge einfach nicht verstehen können. Welche der Jünger konnten sich schon die Auferstehung, das Erscheinen Jesus in geschlossenen Räumen oder die Himmelfahrt vorstellen?
Zu Thomas, der seine Finger in die Wunden Jesu legen wollte, sagte Jesus: „Selig ist, wer nicht sieht und doch glaubt“. Jesus wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass er bald nicht mehr anwesend sein und dann die Zeit des Glaubens kommen würde. Diese Zeit des Glaubens sei nicht durch greifbare Beweise definiert, sondern durch Vertrauen, erläuterte der Apostel.
Himmelfahrt war ein reales Geschehen. Im Gegensatz zu Ostern waren die Jünger an der Himmelfahrt unmittelbar dabei. Daher sollten Christen auch heute darauf vertrauen, dass Jesus Christus seine Verheißung der Wiederkunft wahrmache, auch wenn das nicht konkret angefasst oder erklärt werden könne, so Apostel Schnaufer weiter.
Der Apostel legte der Gemeinde den Trost ins Herz, dass der letzte Akt Jesu die Segnung seiner Jünger war. Der Segen Jesu habe seine Gemeinde seither nie verlassen, und jeder Gläubige könne auch heute noch reich gesegnet werden.
Zu einem weiteren Predigtbeitrag wurde Bezirksevangelist Thomas Ringle gerufen.