Apostel Martin Rheinberger feierte am Mittwoch, 17. Januar 2024, einen Gottesdienst in der neuapostolischen Kirche in Niefern. Als Predigtgrundlage verwendete der Apostel das Bibelwort aus dem 2. Petrus 3,14: „Darum ihr Lieben, während ihr darauf wartet, seid bemüht, dass ihr vor ihm unbefleckt und untadelig im Frieden gefunden werdet“.
Zu Beginn seiner Predigt ging der Apostel zunächst auf den Vortrag des Chores ein, welcher das Lied „Kehr ein, oh Herr, kehr ein“ vortrug. Apostel Rheinberger verwies auf die Begebenheit, als der Zöllner Zacharias vom Baum kletterte, damit Jesus bei ihm einkehren konnte. Auch heute können wie als Christen bildlich gesehen auf einem Baum sitzen und müssen erst herunterkommen, damit der Heilige Geist in unser Herz kommen kann.
Bezugnehmend auf das internationale Jahresmotto der Neuapostolischen Kirche für 2024 „Beten wirkt“ wies der Apostel auf das Gebet „Unser Vater“ im Evangelium nach Lukas im 11. Kapitel hin. In den folgenden Versen erläutert Jesus mit Blick auf das Gebet, „wer anklopft, dem wird aufgetan“. Jesus führte aus, dass wenn ein Sohn seinen Vater um einen Fisch bittet, der Vater ihm keine Schlange reichen wird oder einen Skorpion statt eines Hühnereis. Wenn dies schon bei den Menschen so ist, wird Gott im Himmel Gläubige nicht enttäuschen, die ihn um den Heiligen Geist bitten, so der Apostel weiter. Dazu hat Gott die Predigt im Gottesdienst gegeben, deren Aufgabe ist, dass der Heilige Geist in der Gemeinde offenbart wird.
Das Kapitel des Bibelworts ist mit „Gewissheit über das Kommen des Herrn“ überschrieben. Lebt diese Gewissheit noch in uns, so fragte der Apostel die Gemeinde. Was Gott sagt, das tut er. Gott ist allmächtig und allgegenwärtig. Für Gott gibt es keine Zeit, kein gestern, heute oder morgen. Für die ersten Christen war der Gruß „unser Herr kommt“ kennzeichnend – sie standen in ständiger Erwartung seiner Wiederkunft. Das Gleichnis von den törichten Jungfrauen bringt zum Ausdruck, wie wichtig es ist, wachsam auf Jesu Erscheinen zu warten. Nach neuapostolischem Glaubensverständnis werden wir nach der Wiederkunft Jesu Christi dann auch diejenigen wiedersehen, die heute nicht mehr unter uns sind.
Zu den Begriffen „untadelig“ und „unbefleckt“ führte der Apostel aus, dass wir heute überall, im Beruf, in der Schule und in der Gesellschaft perfekt und ohne Fehler sein möchten, was nicht möglich ist. Gott ist klar, dass Menschen nicht „nichtsündigen“ können. Daher schenkt Gott Gnade. Der Apostel appellierte an die Anwesenden, diese Gnade anzunehmen. Dabei wollen wir nicht auf andere schauen wie im Gleichnis vom Pharisäer und Zöllner. Sondern wir wollen um Gnade bitten, sie annehmen und uns darüber freuen, dass auch andere Gläubige von Gott gnädig angenommen werden. Die Propheten im Alten Testament predigten Buße und Strafe, Johannes der Täufer dagegen Buße und Umkehr. Jesus Christus lehrte die Menschen Gottes Liebe und die Verheißung seines nahenden Himmelreichs, in dem Gott alle Gläubigen um sich scharen möchte.
Jesus tadelte den Unglauben seiner Jünger. Wir möchten Gott, dem Allmächtigen und unserem himmlischen Vater, seinem Sohn Jesus Christus und dem Heiligen Geist vertrauen und dürfen in allen unseren Sorgen und Ängsten zu ihm kommen. Auch tadelte Jesus die Jünger und Pharisäer, wenn sie das Gesetz und Richtlinien über die Liebe stellten. Wenn wir in 2024 untadelig sein wollen, müssen wir mehr mit Liebe arbeiten.
Zur weiteren Wortverkündigung wurde Bischof Jörg Vester gerufen.
Zum Gottesdienst war auch die neuapostolische Gemeinde Ötisheim sowie alle aktiven Vorsteher mit Ihren Familien des Bezirks Pforzheim eingeladen. Ein Chor der Kirchengemeinde umrahmte den Gottesdienst.