Am Donnerstag, 07.07.2022 besuchte Apostel Martin Rheinberger die neuapostolische Kirchengemeinde in Ispringen.
Grundlage des Gottesdienstes bildete das Wort aus Johannes 6, 68b. 69: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Zu Beginn der Predigt formulierte Apostel Rheinberger die Frage: Wohin soll sich ein Christ wenden? Hin zu ihm, zu Jesus Christus!
Jesus fragte an anderer Stelle seine Jünger, was die Menschen sagten, wer er denn sei (Matthäus 16, 13). Die Jünger mussten berichten, dass die unterschiedlichsten Meinungen kursierten: so dachten manche, er sei Johannes der Täufer, andere hielten Christus für Elia, Jeremia oder einen der anderen Propheten. Auf Jesu direkte Frage an die Jünger, was ihre Ansicht sei, machte sich Petrus zum sprechenden Mund und bekannte den Glauben und die Überzeugung der Jünger: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“
Als sich nach einer seiner Reden viele Menschen von Jesus abwendeten, fragte er seine Jünger: „Wollt ihr auch weggehen?“ Petrus antwortete mit dem eingangs zitierten Bibelwort: „Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.“ Im Weiteren formulierte er eine zentrale Eigenschaft des Glaubens, so der Apostel: Das Erkennen folge auf den Glauben, der Glaube sei auch heute die Voraussetzung für Erkenntnis: „Wir haben geglaubt und erkannt: Du bist der Heilige Gottes.“
Apostel Rheinberger rief die Gemeinde dazu auf, ihr Vertrauen zu Gott und ihren Glauben an ihn in die Waagschale zu werfen, um dann sein Eingreifen und sein Handeln erleben zu können. Dann werde der Glaube nicht zur Gewohnheit, sondern bleibe durch das Erleben von Gottes Liebe lebendig.
Zu weiteren Predigtbeiträgen wurde neben Vorsteher Bernd Scheuerle auch Priester Peter Wiesinger gerufen, der im Anschluss in den Ruhestand versetzt wurde.
Einen ganz besonderen Akzent erhielt der Gottesdienst durch die anschließende Profanierung des Kirchengebäudes. Die in der Weihe vorgenommene Bestimmung des Kirchengebäudes als heilige Stätte wurde damit aufgehoben. Die Gemeindemitglieder besuchen künftig die Gottesdienste in umliegenden Gemeinden des Kirchenbezirks Pforzheim.
Nach 95 Jahren des Bestehens sagt die Gemeinde von Herzen: Danke für die Liebe, Danke für den Segen, Danke für die Gnade!