Am Freitag, den 20. August 2021, fand in Pforzheim-Brötzingen ein nicht alltägliches Ereignis statt: Es wurde der symbolische Grundstein für das neue Kirchengebäude der Neuapostolischen Kirche Pforzheim-Brötzingen gelegt.
Von der Kirchenleitung übermittelte Bischof Jörg Vester Grüße vom Kirchenpräsidenten der NAK Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, und begrüßte dann den Vertreter der Stadt Pforzheim, Bürgermeister Frank Fillbrunn, sowie die Vertreter von Presse, der Bauverwaltung der Neuapostolischen Kirche aus Stuttgart und der Weststadtökumene. Auch hieß der Bischof den Vorsteher des Kirchenbezirks Pforzheim, Karsten Müller, die Gemeindeleitung und das gemeindeinterne Bauteam willkommen. Aufgrund der Covid-Rahmenbedingungen war der Teilnehmerkreis leider stark eingeschränkt.
Bischof Vester dankte in seiner Ansprache den Verantwortlichen der Stadt Pforzheim für ihre Unterstützung, die gute Zusammenarbeit bereits in der Phase der Grundstücksauswahl und beim Bebauungsplanverfahren. Ebenfalls dankte er allen Kirchenmitgliedern der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, die durch ihre Opferbereitschaft in finanzieller Hinsicht mit dazu beitragen, dass überhaupt ein neues Kirchengebäude gebaut werden kann. Einen dritten Dank brachte der Bischof auch Gott gegenüber zum Ausdruck, u.a. dafür, in einem Land zu leben, wo Religionsfreiheit und Menschenrechte gelten und jeder seinen Glauben leben kann.
Bürgermeister Frank Fillbrunn brachte zuerst Grüße von Oberbürgermeister Peter Boch mit, der sich aktuell im Urlaub befindet. Danach schilderte Bürgermeister Fillbrunn eine Begegnung aus der letzten Woche, in der eine Frau, die nicht aus Pforzheim stammte, die vielen schönen Kirchen in Pforzheim lobte. Eine weitere schöne Kirche bekomme Pforzheim nun an dieser Stelle. Dazu gehöre Mut in einer Zeit der zunehmenden Religionsferne. Nach allem, was er auf den Plänen gesehen habe, werde sich das finanzielle Engagement sowohl architektonisch als auch für die Kirchengemeinde als eine Stätte der Begegnung und des Austausches lohnen.
Nach diesen beiden Grußworten füllten die drei Mitglieder der Gemeindeleitung, Hirte Andreas Denzinger sowie die beiden Evangelisten Martin Steinmetz und Matthias Stuhlinger, symbolisch die Zeitkapsel. Hirte Denzinger brachte ein Gebet der Gemeinde ein. - Evangelist Steinmetz Chroniken der Gemeinde, Zeitungsartikel über den Neubau sowie eine aktuelle Zeitungsausgabe. Evangelist Stuhlinger legte schließlich eine alte Bibel sowie eine Ausgabe der aktuellen Leitgedanken hinein, um sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart zu symbolisieren. Aufgrund von Lieferschwierigkeiten musste als Zeitkapsel eine Weinkiste als Zwischenlösung herhalten. Die bereits länger bestellte Zeitkapsel soll zur gegebenen Zeit gefüllt im Altarbereich verbaut werden.
Architekt Stephan Pfäffle erläuterte im Anschluss den Neubau. Dabei ging er auf die aktuellen Bedingungen in der Baubranche ein und nannte als voraussichtlichen Einzugstermin das Frühjahr 2023.
Die kurze Feier mit anschließendem kleinen Imbiss schloss Bischof Vester mit einem Gebet ab. Umrahmt wurde die Grundsteinlegung musikalisch durch Priester Markus Großmüller auf dem Saxofon.