Apostel Herbert Bansbach (Leiter des Kirchenbezirks Karlsruhe) besuchte am Sonntag 11. November 2018 die Gemeinde Pforzheim-Brötzingen. Zu diesem Festgottesdienst waren auch die Gemeinden Engelsbrand, Grunbach, Büchenbronn, Würm, Birkenfeld und Gräfenhausen eingeladen.
Apostel Bansbach legte dem Gottesdienst ein Bibelwort aus Thessalonischer 2, Vers 16 und 17 zugrunde: „Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, der uns geliebt und uns einen ewigen Trost gegeben hat und eine gute Hoffnung durch Gnade, der tröste eure Herzen und stärke euch in allem guten Werk und Wort.“
In seiner Predigt sprach Apostel Bansbach darüber, dass Gott die Menschen immer wieder tröstet und stärkt. Wenn sie krank, mittellos, verlassen, unverstanden, verachtet oder enttäuscht sind. Wenn sie unter Schwächen und Fehlbarkeiten leiden. Er erläuterte, dass die Menschen oft das tun was sie eigentlich nicht wollen und dadurch teilweise andere verletzten oder enttäuschen.
Ein weiterer Kerngedanke seiner Predigt war, dass die Menschheit Trost und Stärkung durch den Heiligen Geist erlangt. Alle Sünden und alle Schulden können durch Gott getilgt und vergeben werden. Die unmittelbare Wiederkunft des Herrn wird verkündigt und bestätigt, indem Gott die Menschen den Weg gehen lässt, der in sein Reich führt – auch wenn er oft gewunden erscheint.
Auch ruft Gott die Menschheit zu guten Werken auf. Diese bestehen unter anderem darin, dass alle fest im Glauben stehen und sich an die Apostellehre halten. Die Apostel sollen in ihrer Arbeit unterstützt werden, indem ein aktives Engagement innerhalb der Kirche vorhanden ist. Das Leid des Nächsten muss geteilt werden. Und man soll nicht zögern, seine Komfortzone zu verlassen, um dem Leidenden zuzuhören und ihm die Fürsorge zu bezeugen.
Im Anschluss an die Predigt durften im Rahmen des Gottesdienstes vier Kinder das Sakrament der Heiligen Versiegelung empfangen. Hierbei erhalten in der Neuapostolischen Kirche sowohl Kinder als auch Erwachsene den Heiligen Geist.
Nach der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgten dann die Ruhesetzungen von einem Priester und einem Diakon. Die zwei wurden altersgemäß in den Ruhestand versetzt.
Die Heilige Versiegelung
Die Heilige Versiegelung ist das Sakrament, durch das der getaufte Gläubige die Gabe des Heiligen Geistes empfängt. Der Mensch wird bleibend mit Heiligem Geist erfüllt.
Gespendet wird die Heilige Versiegelung ausschließlich von Aposteln, mit dem Gestus der Handauflegung und einem Gebet.
Die Sakramente Heilige Wassertaufe und Heilige Versiegelung bilden zusammen die Wiedergeburt aus Wasser und Geist. „Der Glaubende erhält jene geistliche Belebung, die ihn in die Gemeinschaft mit dem wiederkommenden Herrn führt … Damit gehört er zu denen, die Gott innerhalb der Kirche durch die Apostel auf die Wiederkunft Christi zur Hochzeit im Himmel vorbereitet“ (Katechismus der Neuapostolischen Kirche, Kapitel 8.3.9, Seite 350).
Wer die Heilige Versiegelung empfängt, bekennt seinen Glauben an den dreieinigen Gott und die von Jesus Christus gesandten Apostel. Er gelobt, Jesus Christus nachzufolgen und sich auf die Wiederkunft Jesu Christi vorzubereiten. Empfangen Kinder die Heilige Versiegelung, bekennen die Erziehungsberechtigten stellvertretend den Glauben und geloben, das Kind im neuapostolischen Glauben zu erziehen.