Dreimal im Jahr treffen sich die Moderatorinnen und Moderatoren der Trauergesprächskreise des Apostelbereichs Karlsruhe zum Gedanken- und Erfahrungsaustausch.
Am Freitagnachmittag, 4. März 2016 fand das Frühjahrstreffen in den Wohnräumen von Angelika Brenner-Pesser in Dielheim, Kirchenbezirk Heidelberg statt. Ab 17:00 Uhr versammelten sich zehn Trauerbegleiterinnen und -begleiter aus dem gesamten Apostelbereich unter der Leitung von Sabine Bek aus dem Kirchenbezirk Söllingen.
Ein herzliches Gebet, gesprochen von Priester i. R. Kurt Schweizer aus dem Kirchenbezirk Heidelberg eröffnete die Gesprächsrunde. Spontan begann der Erfahrungsaustausch aus den Trauergesprächskreisen an den drei Standorten Bretten, Pfinztal-Söllingen und Schwetzingen . Silvia Ziegler aus dem Kirchenbezirk Söllingen überbrachte Grüße und Dank einer betroffenen Teilnehmerin eines Trauergesprächskreises und Hirte i. R. Wilfried Heuser aus dem Kirchenbezirk Bruchsal schilderte anschaulich seine Erfahrungen mit Betroffenen bei verschiedenen Besuchen des Trauerweges im Hauptfriedhof der Stadt Karlsruhe.
Die vielfältigen Erfahrungen machten deutlich, dass im Trauergesprächskreis Einfühlungsvermögen und Empathie im sensiblen Umgang mit dem Trauernden Voraussetzung sind, weil jeder Betroffene seine Trauer individuell erlebt. Viel Fingerspitzengefühl ist notwendig, den Trauernden in den verschiedenen Trauerphasen zu begleiten oder einen frisch in Trauer Gekommenen aufzufangen.
Der Trauergesprächskreis versteht sich als Hilfe zur Selbsthilfe und Plattform einer Gesprächskultur mit Erfahrungs- und Gefühlsaustausch für die Trauernden. Dass die Trauergesprächskreise ein kostbares Zusatzangebot für Menschen in Ausnahmesituationen darstellen, welches die Seelsorge ergänzt, veranschaulichte Priester i. R. Kurt Schweizer in seiner für eine Vorsteherversammlung vorbereiteten Präsentation.
Gerade in der Trauerarbeit wird die enge Verzahnung von Geist, Seele und Leib erkennbar: Nach rund neunzig Minuten individueller Gesprächsarbeit sitzen die Teilnehmer eines Trauergesprächskreises noch gemütlich bei Kaffee und Kuchen zusammen, um auch so den Einstieg ins Leben neu zu finden und sich wieder für Freude zu öffnen. Auch beim Arbeitstreffen der Trauerbegleiterinnen und -begleiter sorgte die Gastgeberin Angelika Brenner-Pesser dafür, dass nach zweistündigem intensivem Brainstorming keiner hungrig den Heimweg antrat. Hirte i. R. Wilfried Heuser dankte in seinem Schlussgebet für die vielen bereichernden Impulse und trat in herzlicher Fürbitte für die Trauernden ein.