Nach fast einem Jahr, als der damalige Gemeindevorsteher von Holzminden, Cornelius Brämer, und Evangelist Werner Kessler mit ihren Frauen erstmals die Partnergemeinde in Pforzheim-Brötzingen erkundeten , startete am Wochenende vom 7.8. bis 9.8.2015 eine "Delegation" aus Pforzheim, um das gegenseitige Kennenlernen voranzubringen.
Dazu hatten die Holzmindener zu ihrem Gemeindefest eingeladen.
Im Rahmen ihrer Gemeindepartnerschaft feierten Holzminden und Pforzheim-Brötzingen ein Miteinanderwochenende. 19 Glaubensgeschwister waren aus Pforzheim am Freitag (7.8.2015) nach Holzminden aufgebrochen. Bei dichtem Verkehr forderten viele Staus die Geduld der Autofahrer. Teilweise erlebte man über einstündige Vollsperrungen mit Sitins auf der Autobahn. Die meisten waren dann gegen 20-21 Uhr an der Neuapostolischen Kirche in Holzminden angekommen. Dort wurden sie freudig von den vielen Holzmindener Glaubensgeschwister begrüßt, die das gemeinsame Wochenende intensiv vorbereitet hatten. Beim gemeinsamen Vesper wurde das Sonnenuntergangstreffen noch lange ausgedehnt.
Am Samstagmorgen traf man sich wieder an der Kirche und startete nach einem zweiten Frühstück ins gemeinsame Programm. Zunächst erfuhren die Pforzheim einiges aus der Gemeindechronik und konnten die Kirche besichtigen. Im Eingangsbereich erblickte man den Brötzinger Schuhkarton , der an Pfingsten 2014 aus München von den Holzmindenern bei IKT-Schuhkarton-Aktion ausgewählt und mitgenommen wurde. Besondere Elemente, wie die Tür, auf der vermerkt ist „Deine Gemeinde wird gebaut durch (dich)“ fanden die Aufmerksamkeit der Gäste. Die Besucher bestaunten den barriefenfreien Zugang zur Kirche ebenso wie das weitläufige Gelände um die Kirche herum. Dann übten die Sängerinnen und Sänger der beiden Partnergemeinden den Kanon „Lasst uns miteinander loben, singen, danken dem Herrn“ ein, der noch öfters an diesem Wochenende erklang.
Nach einem Geschicklichkeitsspiel, dass das Miteinander besonders voraussetzte, startete man zur Stadtbesichtigung. Evangelist Werner Kessler führte zunächst die Gäste durch die Grünanlagen bei den drei Teichen. Vom Entstehen der Holzmindener Bauhandwerksschule konnte man erfahren, ebenso über die Erfindung der Duft- und Aromastoffe (z.B. das künstliche Vanelin), der die Stadt ihre heutige Bedeutung verdankt. So konnte man die in der Stadt aufgestellten Duft-Stehlen beschnuppern. Punkt 12 Uhr war man dann zum Glockenspiel des Meisterumzugs an der Altstadt angelangt.
Die Besichtigung der Altstadt führte eine geschichtskundige „Ackerbürgerin“ an. Die Pforzheimer konnten viel von der Zeit des Mittelalters bis in die Neuzeit über die Besonderheiten der Bautechnik, z.B. die Buntsandsteinplatten an den Häusern und auf den Dächern, sowie über die reiche Tradition und Geschichte erfahren. Bei der Besichtigung der evangelischen Stadtkirche sang der gemeinsame Chor den Miteinanderkanon unter fachkundiger Leitung des früheren Gemeindevorstehers Cornelius Brämer. Am Marktplatz wurde die Stadtführung beendet und dann machten es sich die Gäste am Weserufer gemütlich.
Um 16 Uhr war an der Kirche das nächste Treffen mit der ganzen Holzmindener Gemeinde zum Kaffee, zu der auch der Bezirksälteste gekommen war. Evangelist Kessler veranstaltete eine Zukunftswerkstatt mit dem Ziel, gemeinsame Ideen für die weiter Gestaltung der Gemeindepartnerschaft zu finden und festzulegen, was dafür konkret getan werden kann.
Abends wurde zusammen gegrillt. Die Holzmindener hatten weder Kosten noch Mühen gescheut, die Gäste und die Kirchengemeinde vortrefflich zu versorgen!
Am Sonntagmorgen feierte die große Gemeinde zusammen den Gottesdienst, der vom Hirten Thorsten Böker durchgeführt wurde. Musikalisch wurde der Gottesdienst durch ein Flötenensemble und den gemeinsamen Chor aus Holzmindenern und Pforzheimer Sängerinnen und Sängern umrahmt.
Im Anschluss an den Gottesdienst wurde noch ein Bild von allen Anwesenden gemacht.
Ohne Mittagessen wollte man die Pforzheimer wohl nicht abfahren lassen. So fand sich nochmals die ganze Gemeinde zum Mittagessen vor der Kirche ein.
Auch das gemeinsame Singen wurde nochmals gepflegt.
Der Abschied viel dann allen schwer. Und die Überzeugung stand fest, dass man die Gemeindepartnerschaft gerne weiter ausbauen und pflegen möchte.
Für die Pforzheimer stand dann die Rückfahrt über ca. 450 km an, die auch wieder mit vielen Staus verbunden war. Während der Her- und Rückfahrt begleitet die neugegründete Whats-App-Gruppe „Holz-Heim“ die Fahrer.