So überschrieb die Pforzheimer Zeitung (PZ) in ihrer Freitags-Ausgabe die Ankündigung der Impulsandacht.
In zweifacher Hinsicht traf die Zeitung mit diesem Titel genau die Ziele der Veranstaltung: 1. Das Kennenlernen der Neuapostolischen Kirche (NAK) und die Erläuterung des neuen Kirchenverständnisses, 2. Das Kennenlernen eines neuen Veranstaltungsformats.
Die PZ schrieb: „Seit 2012 bekennt sich die Neuapostolische Kirche zu einem erweiterten Kirchenverständnis. Im Rahmen einer Impulsandacht in der Neuapostolischen Kirche, Grimmigweg 24 , am Sonntag 15. März, soll Interessierten ab 18 Uhr ein fundierter Einblick auf deren Kirchensicht gegeben werden. Nach dem Vortrag „Kirche Christi: Bedeutung – Entwicklung – Exklusivität (?)“ besteht bei einem Imbiss die Gelegenheit zum Gespräch. Ausklingen wird der Abend mit einer Andacht.“
Vortrag
Das Team der Öffentlichkeitsarbeit im Bezirk Pforzheim hatte diesen Abend vorbereitet. Evangelist Matthias Stuhlinger referierte zum Thema mithilfe einer bebilderten Präsentation. Er stellte die biblischen Grundlagen dar, die zum Begriff der Kirche Christi führen. In der Heiligen Schrift gibt es keine geschlossene Lehre zum Kirchenbegriff. Vielmehr werden Bilder dafür beschrieben wie z.B. „der Leib Christi“ oder auch „das Reich Gottes“.
Die von Jesus gestiftete Kirche, die auf die Jesu- und Apostellehre und die von ihm gegebenen Sakramente gegründet ist, gilt als heilig und vollkommen. Unvollkommen ist hingegen die Verwirklichung der Kirche, wie sie sich in der Menschheitsgeschichte entwickelt hat. In der Kirche gab und gibt es Irrtümer, Irrwege und Entgleisungen, die der Sündhaftigkeit der Menschen entspringen.
Im dritten Glaubensartikel der NAK heißt es u.a. „Ich glaube an … die eine, heilige, allgemeine und apostolische Kirche …“. Das bedeutet, dass die NAK die Kirche Christi als Gemeinschaft aller Getauften, die ihren Glauben leben und Jesus als ihren Herrn bekennen, versteht. Das Apostelamt, das in der Neuapostolische Kirche wirkt, ist der gesamten Kirche Christi gegeben und soll die bevorstehende Wiederkunft Christi verkündigen. Das Erlösungswerk des Herrn ist in ihr aufgerichtet, in dem die Braut Christi für die Hochzeit im Himmel vorbereitet wird (durch das Apostelamt).
Der Ökumenische Rat der Kirchen formuliert die alle Kirchen miteinander verbindenden Elemente wie folgt: [Es sind] „Kirchen, die den Herrn Jesus Christus gemäß der Heiligen Schrift als Gott und Heiland bekennen und darum gemeinsam zu erfüllen trachten, wozu sie berufen sind, zur Ehre Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.“
Die Neuapostolische Kirche lehnt jegliche Form von Fanatismus oder Fundamentalismus ab. Sie erhebt für ihre Lehre keinen Absolutheitsanspruch, sieht sich aber gleichwohl als ein Weg zum Heil an.
Gemeinschaft
In der Pause mit einem Imbiss gab es viele angeregte Gespräche. Für das leibliche Wohl hatte das Team für Öffentlichkeitsarbeit gesorgt – schließlich war es ja auch schon Abendbrotzeit.
Andacht
Die Andacht hatte im Anschluss daran eine biblische Grundlage aus Hebräer 11,1: „Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“. Bezirksevangelist Karsten Müller zeigte auf, dass Wissenschaft eine Disziplin sei, mit der man Wissenslücken schließen möchte. Er nannte Beispiele, welchen Irrtümern aber auch diese schon unterlag. Vom Zweifeln sich über das Hoffen und Glauben zu einer festen Zuversicht zu bewegen, sei Aufgabe des Menschen, um das was man nicht sehen kann, zu überbrücken. So sei das Gefühl der Liebe – auch der Liebe Gottes – nichts Sichtbares, man könne aber der Liebe Gottes gewiss werden, wenn man anfängt, das Zweifeln an ihr zu lassen und an sie zu glauben.
Musikalisch hat der Chor der Bezirks- und Bereichschordirigenten die Andacht umrahmt.
Etwa 160 Teilnehmer waren gekommen. Es ist geplant, am 18. Oktober 2015 die nächste Impulsandacht in der Kirche Pforzheim-Bayernstraße zu veranstalten.