Arthur (85) und Ruth Hagenbucher (84) geborene Lechler konnten am 4. August 2013 ihre diamantene Hochzeit begehen.
Die standesamtliche Trauung war zwar bereits einige Tage zuvor gewesen, doch das Jubelpaar misst dem Tag der kirchlichen Trauung weitaus mehr Bedeutung zu. „ Wir haben allen Grund zum Lob und Dank an Gott, der alles möglich macht, lenkt und leitet “, betont der Diamanthochzeiter.
Von Freunden in den Gottesdienst eingeladen
Während er bereits von Kindheit an der neuapostolischen Kirche in Göbrichen angehörte, war seine aus Brötzingen stammende Frau zunächst evangelisch. Doch schon bevor sie ihren Mann kennenlernte, hatte sie Kontakte zu dieser Kirche, indem sie eine Freundin zu den Gottesdiensten begleitete, damit sie diese nicht „ schwänzte “.
Sechzig Jahre mit dem Segen Gottes vieles erlebt
Beim Gottesdienst in Göbrichen wurden die Eheleute nach 60 gemeinsam erlebten Jahren durch Gemeindevorsteher Michael Hagel erneut unter den Segen Gottes gestellt. Das Bibelwort dazu stammt aus Psalm 97, Vers 11-12 „ Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen. Ihr Gerechten, freut euch des HERRN und danket ihm und preiset seinen heiligen Namen! “
In seiner Ansprache an das Jubelpaar betonte der Vorsteher, dass sich Ruth und Arthur in schweren Zeiten und auch jetzt, da die körperlichen Kräfte nachlassen und die Gesundheit angeschlagen ist, sich nie die Freude am Herrn haben nehmen lassen und Ihm täglich danken. Das bestätigte Arthur Hagenbucher, der fast 39 Jahre im Amt eines Diakonen diente, mit dem Hinweis: “ Andre Zuflucht hab ich keine! “
Dank an den mobilen Pflegedienst
Dank des mobilen Pflegedienstes Hohl in Nußbaum kann das Jubelpaar gemeinsam den Lebensabend in den eigenen vier Wänden verbringen. Seit der Jubilar krankheitsbedingt nicht mehr die Gottesdienste besuchen kann, hört er diese über das Telefon zuhause mit. Zudem erhält er anschließend an jedem Sonntag zu Hause das heilige Abendmahl.
Das Fenster zum Glück...
Glück gebracht hatte beiden ein Fenster bei der Firma Moritz Hausch in der Durlacher Straße in Pforzheim. Die gelernte Uhrmacherin war dort nach dem Zweiten Weltkrieg bei der Herstellung von Medaillen und Anhängern tätig. Durch das Fenster beobachtete sie Arthur Hagenbucher, der als gelernter Gipser die Fassade des Firmengebäudes verputzte. Nachdem er die junge Frau erstmals auf seinem Motorrad nach Hause gefahren hatte, haben sie sich nicht mehr aus den Augen verloren.
Dem Jubelpaar wurden ein Sohn und eine Tochter geboren. Später sind noch vier Enkelinnen dazugekommen. Ein schönes, vorzeitiges Geschenk zur diamantenen Hochzeit ist die Geburt des ersten Urenkels.