Stammapostel Jean-Luc Schneider signiert einen Fußball, Workshops und Vorträge finden unter dem Label „PBT“ – Pforzheimer Bezirkstag eine fantastische Resonanz, ein Flash Mob und in der Halle des CongressCentrum singen bei der Abschlussveranstaltung knapp zweitausend Begeisterte „ Come together “ – das Event scheint bis ins Detail geplant zu sein.
Wir in der Internet-Redaktion haben den Gesamtprojektleiter interviewt. Matthias Stuhlinger ist Priester in der Neuapostolischen Kirche. Er leitet Jugendgruppen, entwickelte das Format „Jugendstunde 30+“ und ist im Bereich Ökumene und Katechismus aktiv.
(Redaktion): Herzlichen Glückwunsch zu dem Projekt „PBT“ (Pforzheimer Bezirkstag - 150jähriges Kirchenjubiläum). Wir wollen mit den Fragen an Sie ein wenig hinter die Kulissen dieses Events blicken. Kurz zurückgeblickt, was waren ihre ersten Gedanken beim Start des Projekts.
(Matthias Stuhlinger): Eigentlich hatte ich mich aufgrund meiner anderen Tätigkeiten sehr bedeckt gehalten und mich nicht zur Mitarbeit gemeldet. Als ich dann das hohe Engagement aus dem Geschwisterkreis in einer ersten Runde der Ideenfindung sah, bin ich nach und nach dann einfach in die Arbeit „reingerutscht“ - merkwürdig, dass dies einem immer wieder passiert.
(R): Wir haben ein paar Protokolle eingesehen und professionelle Projektstrukturen vorgefunden. Können Sie uns bitte ein wenig Einblick in die Dimension des Vorhaben geben und welches Ziel der Pforzheimer Bezirkstag verfolgt.
(M.St): Eine Veranstaltung in dieser Dimension (ca. 2.000 erwartete Besucher) wird normalerweise von Eventprofis geplant und durchgeführt. Dies in einem neu zusammengelegten Kirchenbezirk zu organisieren, bedingt klare Strukturen und Verantwortlichkeiten. Zusammen mit interessierten Geschwistern hatten wir am Anfang die Kriterien definiert, an welchen wir eine erfolgreiche Arbeit im Rückblick auf den Bezirkstag messen wollten. Unter anderem standen Dinge im Raum wie
(R): Es gab eine sogenannte „Kick-Off“-Veranstaltung im kleinen Kreis in der Kirche Pforzheim-Brötzingen und dann eine größere in Neulingen. Haben diese Veranstaltungen die gewünschte Wirkung erzielt?
(M.St): Wichtig war mir von Anfang an, möglichst viele Geschwister aus den beiden Bezirken an Entscheidungen partizipieren zu lassen und breit die aktuellen Planungen und Zwischenstände zu kommunizieren. In der Veranstaltung in Neulingen hatten wir geplanten Aktionen vorgestellt. Gleichzeitig suchten wir Hauptverantwortliche und Helfer für die einzelnen Aktionen. Das Ergebnis war überwältigend: annähernd 200 Geschwister hatten sich zur Mitarbeit gemeldet. Im Vorfeld des PBT gab es zudem immer wieder Aushänge sowie eine Präsentation, die über Multiplikatoren aus allen Gemeinden in allen Gemeinden nach einem Sonntags-Gottesdienst gezeigt wurde.
(R): Wie haben Sie die Projektarbeit im neu fusionierten Kirchenbezirk empfunden? Was war ihr „highest high“ und „lowest-low“?
(M.St): Mein „ highest high “ war das vollkommen unproblematisch verlaufende PBT-Wochenende im Aufbau und Durchführung des PBT sowie das beeindruckend hohe Engagement und Begeisterung der vielen beteiligten Geschwister. Mein „ lowest-low “ war die erste Nachricht, dass alle Apostel gleich nach dem Gottesdienst wieder die Halle verlassen. Nach einem gewissen Denkprozess hat sich das aber wieder gelegt. Für uns ist ein Stammapostelbesuch sicherlich der Höhepunkt eines mehrjährigen Glaubenslebens, für den Stammapostel eine sonntägliche „ Routine “.
(R): Sind sie zufrieden mit dem (Projekt)Ergebnis?
(M.St): Wenn wir die oben genannten Ziele als Maßstab nehmen, bin ich mehr als zufrieden. Die positiven Rückmeldungen, die mich nach dem PBT auch von dritter Seite erreichten, zeigen, dass wir unsere Ziel erfüllt haben.
Im Koordinatorenteam war ich übrigens nicht allein, sondern wir hatten uns die Arbeiten zu dritt aufgeteilt. Neben mir waren dies die beiden Öffentlichkeitsbeauftragten Anette Petri und Martin Steinmetz. Anette Petri hatte auch die Koordination zur Erstellung des PBT-Flyers und PBT-Guides inne. Evangelist Martin Steinmetz hat sich z.B. um die Pressearbeit im Vorfeld des PBT sowie um die Finanzen gekümmert. Weitere Mitglieder des Koordinatorenteams waren unsere drei Bezirksevangelisten Burkhardt, Ringle und Vester als Entscheidungsträger sowie die Verantwortlichen für den Gottesdienst in Bezug auf Organisation und Musik.
( R): Eine Bitte, vervollständigen Sie unsern angefangenen Satz: „Wenn ich an den PBT denke ...“
(M.St): … empfinde ich eine große Freude , da wir durch die vielen beteiligten Helfer vollkommen geräuschlos zu einem gemeinsamen Kirchenbezirk zusammengewachsen sind! Der Tag angefangen vom Gottesdienst bis zur Abschlussveranstaltung war für uns alle ein außerordentliches Erlebnis.
Vielen Dank für das Interview!