Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden Neulingen (kurz: ACG) veranstaltet im März im Rahmen der Neulinger Impulse eine Gesprächsreihe unter dem Titel „… über den eigenen Kirchturm hinaus…“. Ziel der Gespräche ist es, so Dekan Axel Ebert von der Evangelischen Kirche, herauszufinden, was Christen verschiedener Konfessionen miteinander verbindet . „Über Grenzen hinweg“ Am Freitag, dem 8. März 2013, fand der erste Abend dieser Dialogreihe statt.
Dekan Ebert hatte den Vorsteher der Neuapostolischen Kirche Neulingen, Michael Hagel, zum Gespräch in die Pfarrscheuer der Evangelischen Kirche Göbrichen eingeladen. Das Thema hieß: „Über Grenzen hinweg“.
Dekan Ebert: man habe im Ort vielfältige Berührungspunkte
Mit herzlichen Willkommensworten begrüßte Dekan Ebert die rund 70 Anwesenden und ging sogleich auf die Frage ein, warum die Neuapostolische Kirche (NAK) zu dieser Veranstaltung eingeladen wurde. Neben Zahlen, Fakten und Informationen zu Struktur und Sakramenten der NAK wies er darauf hin, dass man im Ort zwar vielfältige Berührungspunkte habe, die NAK aber nicht im ACK vertreten sei. In der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), in der immerhin 17 Konfessionen vertreten seien, habe die NAK aber nicht einmal einen sog. Gast-Status. Hier hoffte Ebert auf eine Antwort im Vortrag von Hagel. Ebenso wies er darauf hin, dass nach seinen Recherchen die NAK einige Parallelen zur katholischen Kirche aufweise. Dekan Ebert forderte die Anwesenden auf, Grenzen zu überwinden, aufeinander zugehen und einander zu verstehen, aber auch die Unterschiede zu erkennen und zu akzeptieren.
Vortrag von Vorsteher Hagel auf Grundlage des Katechismus der Neuapostolischen Kirche
Vorsteher Hagel bedankte sich vor seinen Ausführungen für die freundliche Einladung zur Veranstaltung und begann zunächst mit seinem Vortrag „Die Neuapostolische Kirche – Kurzinformation über Lehre und Leben neuapostolischer Christen“. Der neu herausgebrachte, rund 500 Seiten starke Katechismus der Neuapostolischen Kirche stellte die Grundlage seiner Ausführungen dar. Hagel ging gleich zu Beginn darauf ein, dass das primäre Glaubensziel der neuapostolischen Christen die Wiederkunft Jesu Christi sei. Er gliederte seinen Vortrag in mehrere Inhaltsbereiche und sprach zunächst über das Selbstverständnis der NAK, danach über den großen Bereich „Organisation und Lehre“ (welcher auch die historischen Begebenheiten beinhaltete), um zum Abschluß seines Vortrags auf das Thema „NAK und Ökumene“ einzugehen.
Christen mögen sich in der versöhnten Verschiedenheit (ökumenischer Grundgedanke) akzeptieren
In der sich anschließenden lebhaften Diskussion wurde verschiedene Punkte, insbesondere zum Verständnis der drei Sakramente der NAK (Heiliges Abendmahl, Heilige Wassertaufe, Heilige Versiegelung – Spendung des Heiligen Geistes), noch stärker beleuchtet. Abschließend lobte Vorsteher Hagel, dass sich Christen in der versöhnten Verschiedenheit (ökumenischer Grundgedanke) akzeptieren und wertschätzen.
Dekan Ebert hob hervor, dass es sehr interessant sei, wie viele Gemeinsamkeiten die Evangelische Kirche und die NAK habe und leitete damit eine weitere Diskussionsrunde ein.
Dekan Ebert hofft, dass die NAK bald einen Gast-Status beim ACK erhalten könne
Zum Abschluss des interessanten Abends bedankte sich Dekan Ebert bei Vorsteher Hagel für dessen Vortrag und gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die NAK bald einen Gast-Status beim ACK erhalten könne.
Der informative Abend, welcher durch den Ältesten der Evangelischen Kirchengemeinde, Herrn Krammer, auf der Gitarre musikalisch umrahmt wurde, endete mit einem Schlussgebet von Dekan Ebert.