Stammapostel Wilhelm Leber, geistliches Oberhaupt der neuapostolischen Kirche, feierte am Sonntag, 18. November 2012 in Fürstenfeldbruck einen Gottesdienst, der via Satellit live in knapp 400 Kirchen der Gebietskirche Süddeutschland übertragen wurde.
Im Verlauf des Gottesdienstes verabschiedete Stammapostel Leber Bischof Jürgen Kieselmann (65), stellvertretender Leiter des Kirchenbereichs Karlsruhe, in den Ruhestand. Bischof Kieselmann (wohnhaft in Niefern-Öschelbronn) war über vierzig Jahre als Seelsorger in der Neuapostolischen Kirche tätig – davon 21 Jahre als Bischof.
Als sein Nachfolger empfing der bisherige Leiter des Kirchenbezirks Pforzheim-West, Bezirksältester Martin Schnaufer, dieses hohe Kirchenamt. Bischof Schnaufer wird an der Seite des Apostels Herbert Bansbach (Leiter des Apostelbereichs Karlsruhe) für die mehr als hundert Gemeinden der Kirchenbezirke Bretten, Bruchsal, Heidelberg, Karlsruhe I, Karlsruhe II, Mannheim, Pforzheim-Ost, Pforzheim-West, Söllingen und Weinheim zuständig sein.
Der nunmehrige Bischof wurde 1961 in Pforzheim geboren. Nach dem Abitur studierte er an der Fachhochschule in Pforzheim Betriebswirtschaftslehre. Seit 1988 ist er in der Firma Witzenmann im Bereich Marketing tätig - seit mehreren Jahren in leitender Position. Martin Schnaufer engagierte sich bereits früh in der Neuapostolischen Kirche insbesondere im musikalischen Bereich. Er war Organist und Dirigent verschiedener Chöre. Sein erstes kirchliches Amt – das Unterdiakonenamt – empfing er als 18-Jähriger, acht Jahre später wurde er zum Priester ordiniert. In diesem Amt übte er einige Zeit auch den Auftrag als Gemeindevorsteher in Keltern-Dietlingen aus. Im Jahr 1995 wurde er zum Bezirksevangelisten ordiniert, und am 23. Juli 1997 empfing er das Bezirksältesten-Amt und damit den Auftrag, als Vorsteher den Kirchenbezirk Pforzheim-West zu betreuen (dieser Kirchenbezirk zählt ca. 1100 Mitglieder). Seine kirchlichen Ämter übte er bisher ehrenamtlich aus. Ab März 2013 wird der neue Bischof hauptamtlich für die Neuapostolische Kirche tätig sein. Bischof Schnaufer ist verheiratet und hat zwei Kinder.