Bezirksevangelist Alfred Hetterich (65): ein jugendlicher Ruheständler Der allseits geschätzte Bezirksevangelist Alfred Hetterich wurde Im Gottesdienst am Sonntag, 23.09.2012, in Pforzheim-Brötzingen vom Kirchenpräsidenten der Neuapostolischen Kirche Süddeutschland, Bezirksapostel Michael Ehrich, in den wohlverdienten Ruhestand gesetzt.
Der Bezirksapostel würdigte anlässlich der Verabschiedung des Bezirksevangelisten sehr ausführlich seine engagierte und authentische Amtsführung. Viel Gutes habe er im Stillen getan. Ehrich bewunderte die Jugendlichkeit des Bezirksevangelisten, dem man das Alter eines „Ruheständler“ überhaupt nicht ansehe.
Den Mitgliedern des Kirchenbezirks Pforzheim-West war Alfred Hetterich wie ein väterlicher Freund. Er strahlte seine glaubensstarke Überzeugung aus. Seine Wortverkündigung in den Predigten war markant und mitreißend. Bei den Traugottesdiensten und Segensspendungen anlässlich von Ehejubiläen verstand er es, die Ehepaare wohltuend anzusprechen. In vielen Trauerfeiern konnte er den Hinterbliebenen Trost spenden.
Er war nicht nur ein Prediger sondern begleitete manche Hilfesuchende in ihren schweren Zeiten im Gebet und mit persönlicher Unterstützung.
Seine Erfahrungen im Beruf als diplomierter Landwirt und später im Prüfungsdienst des Regierungspräsidiums Karlsruhe flossen häufig in seine Betrachtungen ein. Eine persönliche geistliche Gabe ist ihm zu eigen im spontanen Auffinden von Bibelworten und deren situative Auslegung.
Eine für ihn wertvolle Unterstützung in seiner aufopferungsvollen Arbeit für die Neuapostolische Kirche war ihm stets seine Frau Ruth.
Insgesamt war Alfred Hetterich sechsunddreißig Jahre als Amtsträger in der Neuapostolischen Kirche ehrenamtlich tätig, davon fünfzehn Jahre im Amt eines Bezirksevangelisten und Stellvertreter des Bezirksältesten Martin Schnaufer im Kirchenbezirk Pforzheim-West.
Von 1992 bis 1998 war Alfred Hetterich Gemeindevorsteher in Birkenfeld. Diesen Auftrag führte er von Mai 2010 bis zu seiner Ruhesetzung nochmals aus. In dieser Funktion pflegte er gute Kontakte zur politischen Gemeinde seines Heimatorts.
Unter anderem im Hinblick auf eine mögliche Zusammenlegung der beiden Pforzheimer Kirchenbezirke wurde jetzt kein unmittelbarer Nachfolger für den Bezirksevangelisten ordiniert.