Anlässlich des 100jährigen Bestehens des Kirchengebäudes Bayernstraße hatten die Mitglieder der neuapostolischen Kirchengemeinde am Samstag, den 5. Mai 2012, zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.
Mehrere hundert Besucher informierten sich an diesem Nachmittag über das Gebäude, die Aktivitäten der Gemeinde und die Glaubensinhalte. Viele Gäste waren überrascht, was sich in diesem recht unscheinbaren Gebäude an Räumlichkeiten verbirgt: bei einer hochinteressanten Führung konnte z.B. der ehemalige Luftschutzkeller (1912 ein normaler Bestandteil der Bauvorschrift), der heute als Jugendraum mit Tischkicker und Dart eingerichtet ist, ebenso besichtigt werden wie die große Sakristei, die hellen Räume der Sonntagsschule (Kinder) mit Zugang zum Garten, und natürlich die Räume direkt unter dem Dach mit der großen Empore. Nicht nur für das leibliche Wohl, auch inhaltlich war für jeden Geschmack etwas dabei: Im Eingangsbereich konnte sich jeder in Ruhe über die Glaubensinhalte informieren und anhand von Fotos und einer liebevoll gestalteten Bildershow Eindrücke aus dem Gemeindeleben der letzten 110 Jahre sammeln. Im Kirchensaal waren Beiträge der unterschiedlichen Musik- und Gesangsgruppen zu hören. Besonders interessant: ein Blick in die Pfeifenorgel und der fundierte Vortrag zur Funktionsweise dieses Instruments. Auch für Kinder wurde jede Menge geboten: ob Käfer-Rennen, die Ausstattung der Arche Noah mit selbstgestalteten Tieren oder die Möglichkeit, bei der Blechinstrumente-Ausstellung einmal selbst in ein Horn zu blasen – der Nachmittag verging viel zu schnell. Für Fragen zur Seelsorge standen neben dem Leiter der Gemeinde, Hirte Thorsten Denninger, auch der stellvertretende Leiter des Kirchenbezirks und die Gemeindepriester zur Verfügung. Es fanden viele angeregte Gespräche statt. Die größte Attraktion jedoch war im Vorfeld überhaupt nicht eingeplant: Bei den Vorbereitungen zum Tag der offenen Tür wurde in einem Kellerraum der Kirche das beim Kirchenbau 1912 am Altar befestigte Mosaikbild (siehe Foto) wiedergefunden. Wie durch ein Wunder hat es zwei Kriege, den Altarabbau der Renovierung und mehrere Jahrzehnte Luftschutzkeller-Aufenthalt fast unbeschadet überstanden und begrüßt nun wieder mit altem Glanze im Vorraum der Kirche die Besucher. Wer keine Möglichkeit hatte, sich während dieses Samstags zu informieren, kann dies zu den üblichen Gottesdienstzeiten (Sonntag, 9:30 Uhr und Mittwoch, 20 Uhr) gerne tun, so der Gemeindevorsteher. Interessierte seien immer willkommen. Die nächste große Veranstaltung im Rahmen des Jubiläumsjahres findet am Sonntag, 20. Mai 2012 statt. Der Leiter des Kirchenbereichs, Apostel Herbert Bansbach, wird um 9:30 Uhr den Festgottesdienst zum 100jährigen Jubiläum gestalten.