Mit einem Festakt feierte die neuapostolische Kirchengemeinde Neulingen am Sonntag, den 1. Februar, den Einzug in ihr kurz zuvor eingeweihtes neues Gotteshaus im Neulinger Ortsteil Göbrichen.
Zu der Veranstaltung waren neben den Gemeindemitgliedern die am Bau beteiligten Handwerker und Planer sowie Vertreter der Gemeindeverwaltung und der christlichen Kirchen in Neulingen geladen. Durch das Programm führte Bischof Jürgen Kieselmann, der schon in seinen Begrüßungsworten die planerische Leistung der Architekten würdigte und bekundete: “Ich fühle mich in diesem Kirchengebäude sehr wohl.”
Der Neulinger Bürgermeister Michael Schmidt äußerte in seinen Grußworten seine Freude darüber, dass in seiner Gemeinde nicht nur historische, sondern auch neue Kirchen zu finden seien. Als Gastgeschenk überreichte er der Kirchengemeinde ein Gemälde und wünschte den Kirchenmitgliedern ein gefülltes Haus und gesegnete Gottesdienste. Als Vertreter der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Neulingen hob Dekan Axel Ebert die Gemeinsamkeiten der christlichen Konfessionen hervor: “Uns verbindet als gemeinsame Basis der Glaube an Jesus Christus.”
Gemeindevorsteher Michael Hagel gab einen kurzen Abriss über die Entstehung der drei einst selbstständigen Kirchengemeinden Bauschlott, Nußbaum und Göbrichen, die nun eine gemeinsame Heimat gefunden haben. Die Geschichte reicht bis ins Jahr 1924 zurück, als die ersten Göbricher Bürger Mitglieder der Neuapostolischen Kirche wurden. Bereits im Jahr 2000 wurde die Gemeinde Bauschlott in die Kirchengemeinde Göbrichen eingegliedert, die nunmehr zusammen mit Nußbaum das kirchliche Pendant zur kommunalen Gemeinde Neulingen bildet und 135 Mitglieder zählt.
Ein besonderes Schmuckstück der Kirche ist die Pfeifenorgel mit sieben Registern und 442 Pfeifen. Sowohl gestalterisch wie auch klanglich fügt sich das Instrument harmonisch in den Raum ein. Mit Ausnahme des elektrischen Gebläses ist die Orgel rein mechanisch konzipiert. Orgelbauer Ralph Krauter stellte in einer kurzen Ansprache die Details der neuen Orgel vor, und Organist Andreas Ostheimer ließ zwei klassische Orgelwerke erklingen.
Architekt Eberhard Fichter vom Karlsruher Architekturbüro Architrav richtete seinen Dank an alle am Bau beteiligten Unternehmen und Mitarbeiter. 1,3 Millionen Euro hat der Bau der Kirche gekostet, deren Holzfassade mit den sich nach unten verjüngenden Außenwänden an eine Arche erinnert. Im Inneren des Kirchensaals finden mehr als 160 Gottesdienstbesucher Platz. Das Hauptgebäude sowie der niedrigere Nebentrakt ruhen auf dem Querriegel des Hanggeschosses, der weitere Räumlichkeiten wie Unterrichtsräume und Teeküche beherbergt.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom gemischten Chor sowie vom Gemeindeorchester der Kirchengemeinde Neulingen.